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Fachtag für Weltoffenheit und Demokratie

[Artikel vom 05.04.2017]

Fachtag für Weltoffenheit und Demokratie
Zeichen setzen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit
 
Am vergangenen Freitag (31.03.2017) fand der erste Hohenloher Fachtag für Weltoffenheit und Demokratie im Hohenloher Integrationszentrum statt. Landrat Dr. Matthias Neth hatte unter dem Eindruck der Brandanschläge gegen geplante Flüchtlingsunterkünfte in Pfedelbach und Neuenstein zu dieser Veranstaltung nach Gaisbach eingeladen. Viele engagierte Bürger folgten seinem Aufruf, ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung deutlich machen, dass wir jede Form von Extremismus und fremdenfeindliche Aktionen nicht dulden“, so Neth in seiner Begrüßungsansprache. Den anonymen Terror, der keinen Beitrag zur demokratischen Debatte liefere, verurteilte er entschieden.
Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth bot in seinem Grußwort eine kurze Rückschau über Immigration in den Hohenlohekreis in den letzten 80 Jahren: „Solange ich denken kann, ist Künzelsau immer Einwanderungsland gewesen".
Anschließend referierte Angelika Vogt vom Demokratiezentrum Baden-Württemberg über Formen des Extremismus und Rechtspopulismus und erläuterte, wie man durch Aufklärung und Sensibilisierung rechter Gewalt präventiv und nachhaltig entgegenwirken kann. Frank Buchheit vom Landeskriminalamt betonte ebenfalls die Bedeutung von Prävention und lieferte konkrete Zahlen zu politisch motivierter Kriminalität.
Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Firmenvertretern, moderiert von Matthias Stolla, berichteten die Podiumsteilnehmer über ihre langjährige Erfahrung mit der Integration von Zugewanderten. Michael Liberatore vom Unternehmen Bürkert Fluid Control Systems in Ingelfingen informierte über ein Qualifikationsprogramm für Geflüchtete, bei dem sich die Praktikanten in den Bereichen Elektronik und Metalltechnik erproben können. Von den positiven Erfahrungen mit Auszubildenden mit Fluchthintergrund erzählte Ausbildungsleiter Mario Retzbach von der R. Stahl AG Waldenburg. Helmut M. Jahn hob als Vertreter der Würth GmbH & Co. KG die Relevanz von Werten wie Respekt vor Vielfalt und Offenheit gegenüber anderen hervor, ohne die ein weltweit agierendes Unternehmen keinen Erfolg haben könne. Entsprechend betonte Landrat Neth: „Der wirtschaftliche Erfolg vieler hiesiger Unternehmen wäre ohne gelebte Weltoffenheit nicht möglich gewesen.“ Bei dieser Runde und auch bei der Vorstellung des Hohenloher Integrationszentrums durch Barbara Bürkle, Leiterin des Amts für Bildung und Integration, wurde deutlich, was im Hohenlohekreis schon seit vielen Jahren an Integrationsarbeit geleistet wird.
Im Anschluss an das Programm, das durch die musikalischen Beiträge der Musiker Osman Baskin und Yahyha Dimli bereichert wurde, bestand ausreichend Gelegenheit für angeregte Gespräche und die Besichtigung des Hohenloher Integrationszentrums.
Der Fachtag wird keine Einzelaktion bleiben. Am 12. Juli wird ein weiterer Fachtag zur Demokratiebildung stattfinden, welcher gemeinsam von den Kreisjugendreferaten des Hohenlohekreises, des Landkreises Schwäbisch Hall und des Main-Tauber-Kreises organisiert wird und sich speziell an Fachkräfte in der Schul-, Jugend- und Sozialarbeit wendet.

Von links: Michael Liberatore (Firma B├╝rkert Fluid Control Systems), Mario Retzbach (Firma R. Stahl AG), Landrat Dr. Matthias Neth, Prof. Dr. h.c. Reinhold W├╝rth, Angelika Vogt vom Demokratiezentrum Baden-W├╝rttemberg und Helmut M. Jahn (W├╝rth GmbH & Co. KG) diskutierten beim Fachtag f├╝r Weltoffenheit und Demokratie ├╝ber Integration und Wertevorstellungen.
Von links: Michael Liberatore (Firma B├╝rkert Fluid Control Systems), Mario Retzbach (Firma R. Stahl AG), Landrat Dr. Matthias Neth, Prof. Dr. h.c. Reinhold W├╝rth, Angelika Vogt vom Demokratiezentrum Baden-W├╝rttemberg und Helmut M. Jahn (W├╝rth GmbH & Co. KG) diskutierten beim Fachtag f├╝r Weltoffenheit und Demokratie ├╝ber Integration und Wertevorstellungen.

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