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Festakt - Ein Haus mit Farben für die Seele


Die Fassade ist in freundlichem Grün gestrichen, im Inneren kommen weitere lebhafte Farbtöne dazu. Die Menschen, die hier wohnen oder hier zu Besuch kommen, sollen eine angenehme Umgebung erleben und sich wohlfühlen. „Wir sind sehr glücklich damit, wie das Haus geworden ist“, sagt Max-Richard Hofmann, der mit seiner Frau Renate als Stifterehepaar das Künzelsauer Demenzzentrum ermöglicht hat. Jeweils eine Million Euro aus ihrem Privatvermögen haben der Künzelsauer Unternehmer und seine Frau in die Max-Richard und Renate Hofmann-Stiftung eingebracht. „So schön hatte ich es mir nicht vorgestellt“, ergänzt Renate Hofmann. „Es gefällt uns sehr gut.“ Seit einigen Wochen hat sich das Haus nach und nach mit Leben gefüllt. Zuerst wurde die Tagespflege für Menschen mit und ohne Demenz eröffnet. Ab Mitte September wurden die ersten stationären Bewohner in die Hausgemeinschaften aufgenommen. Eine Begegnungsstätte soll zusätzlich zur Öffnung und Verbindung nach außen beitragen.


Lebensqualität als Philosophie
Beim offiziellen Festakt waren zahlreiche Gäste gekommen, um sich das
Haus im Hallstattweg anzuschauen und gemeinsam die Eröffnung zu feiern. Dr. Alfons Maurer und Andreas Kuhn, die Vorstände der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, erläuterten das Konzept und die Philosophie des Hauses. „Die Hofmann-Stiftung ist der Bauherr und die Keppler-Stiftung ist der Mieter“, erklärte Andreas Kuhn. „Wir wollten Räume schaffen, die eine zeitgemäße und zukunftsfähige Versorgung von Menschen mit Demenz ermöglichen“, sagte Dr. Alfons Maurer. „Die Keppler-Stiftung verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: Lebensqualität und Sozialraumorientierung. Wir wollen eine lebenswerte Umwelt für Menschen mit Demenz erhalten.“ Dass dies mit dem neuen Haus erreicht werden kann, bestätigte Christina Kuhn von Demenz Support Stuttgart in ihrem Festvortrag. Die neueste Generation von Pflegeeinrichtungen seien Quartiershäuser, in denen sich das Leben in Privatheit und der Bezug zur Öffentlichkeit ergänzen. „Der Quartiersansatz ist beispielhaft hier im Hofmann-Haus umgesetzt.“

Gute Wünsche
Bei einer Talkrunde unter der Moderation von Elvira Schimanski bestätigte Bürgermeister Stefan Neumann, wie wichtig diese neue Einrichtung für Künzelsau ist. „Wir als Stadt sind stolz, dass wir dieses Zentrum für Demenz in Künzelsau haben. Ich habe den Eindruck, dass es bei den Künzelsauern rundum gut ankommt.“ Die Vertreter der Kirchen Dekan Dr. Friedemann Richert und Pfarrer Erhard Nentwich gaben dem Haus und den Bewohnern
ihre guten Wünsche mit auf den Weg. „Ich wünsche mir, dass die Heiterkeit erhalten bleibt und wünsche allen hier ein gottseliges Lachen“, sagte Dekan Dr. Richert. Pfarrer Nentwich ergänzte: „Achtet darauf, das über den Menschen immer ein Stück geöffneter Himmel bleibt.“ Es sei wichtig durchatmen zu können.

Ein einzigartiger Entwurf
Zum Abschluss des Festaktes übergab Architekt Lorenz Kraft offiziell den Schlüssel an Max-Richard Hofmann. Man habe mehrere Varianten für das Haus durchgespielt bis die richtige Version gefunden wurde, erzählte er. „Die
Wohnbereiche sind das Herzstück. Es ist ein Unikat, eine Lösung, die die Bedürfnisse der Bewohner aufnimmt.“ Jetzt kann sich das Haus weiter mit Leben füllen und zeigen, dass auch das Leben mit Demenz durchaus noch bunte Aspekte haben kann.

 

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