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Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit

[Artikel vom 22.04.2022]

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek MdL zu Antrittsbesuch im Hohenlohekreis
 
Ein Besuch der Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein sowie der Austausch mit ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern standen im Mittelpunkt des Besuchs von Siegfried Lorek, Migrationsstaatssekretär im Ministerium für Justiz und für Migration und Mitglied des Landtages, im Hohenlohekreis.
 
Fünf Jahre nach einem Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein wurden auf Initiative der Landtagsabgeordneten Catherine Kern (Grüne) bei dem Besuch zwei Felsenbirnen gepflanzt, die symbolisch für eine offene Gesellschaft und gegen Fremdenfeindlichkeit stehen sollen. „Der feige Anschlag hat uns damals natürlich schockiert“, sagte Landrat Dr. Matthias Neth bei der Baumpflanzaktion. „Er hat uns auch wieder ins Bewusstsein gerufen, dass man gegen Fremdenfeindlichkeit immer wieder die Stimme erheben muss. Ich bin froh, dass wir genau hier nun wieder ein Zeichen setzen können.“
Im anschließenden Austausch zwischen Abgeordneten sowie Fraktionsvorsitzenden des Kreistags und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern des Vereins „Mitmachen Neuenstein e.V.“ zeigte sich nicht nur Staatssekretär Lorek beeindruckt von der großen Bereitschaft der Menschen im Kreis, sich in der Flüchtlingshilfe einzubringen. „Ich bin sehr dankbar, wenn ich sehe und erlebe, wie herzlich und mit wie viel Engagement sich hier im Hohenlohekreis ehrenamtlich für die Menschen eingesetzt wird, die mit der Hoffnung auf eine Zukunft ohne Krieg zu uns kommen“, so Staatssekretär Lorek.
Dem konnte sich der Neuensteiner Bürgermeister Karl Michael Nicklas nur anschließen: „Ich bin sehr stolz, dass an der Schnittstelle zwischen Theorie und praktischer Arbeit vor Ort so viele Ehrenamtler in die Bresche springen und sehr wertvolle Arbeit leisten.“ Gerade in diesem Bereich biete der ländliche Raum Vorteile, wie Landrat Dr. Neth hinzufügte. „Man kennt sich hier, die Netzwerke und Strukturen sind vorhanden und werden gut genutzt. Natürlich haben Ehrenamtler und Verwaltung eine unterschiedliche Arbeitsweise, aber hier ergänzt sich das ziemlich gut.“ Im Hohenlohekreis gibt es seit 2015 das Hohenloher Integrationsbündnis 2025, das die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtsinitiativen koordiniert und fördert und nun auch personell weiter aufgestockt wird.
„Wir sind dankbar für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren. Krisen dieser Art lassen sich nur mit der Hilfe der gesamten Gesellschaft bewältigen“, fasste Dr. Neth den Austausch aus Verwaltungssicht zusammen. „Gleichzeitig ist es wichtig, auch einen kurzen Draht zu den Ministerien zu haben, damit die Zusammenarbeit möglichst schnell und unbürokratisch funktioniert. Ein besonderer Dank geht daher an Staatssekretär Lorek für den Besuch und den konstruktiven Austausch.“

Zusammen mit Bundestagsabgeordneten, Fraktionsvorsitzenden des Kreistages, Bürgermeister und Landrat pflanzte Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek (Fünfter von links) vor der Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein eine Felsenbirne als Symbol für eine standhafte Gesellschaft und gegen Fremdenfeindlichkeit. Foto: LRA Hohenlohekreis.
Zusammen mit Bundestagsabgeordneten, Fraktionsvorsitzenden des Kreistages, Bürgermeister und Landrat pflanzte Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek (Fünfter von links) vor der Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein eine Felsenbirne als Symbol für eine standhafte Gesellschaft und gegen Fremdenfeindlichkeit. Foto: LRA Hohenlohekreis.

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