Verwaltungsbericht Hohenlohekreis 2009 - 2014 - page 24

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H
Land
Finanzen
Licht und Schatten
Zwar deutete sich bereits Ende 2009 ein erneuter Wirtschaftsab-
schwung an. Einmaleffekte bei den Steuerkraftsummen aus dem
Jahr 2008 bescherten dem Hohenlohekreis 2010 jedoch bei einem
gleichbleibenden Kreisumlagehebesatz von 38 % zusätzliche Mittel
aus der Kreisumlage. So konnte nicht nur erneut eine Kreditaufnah-
me unterbleiben, vielmehr konnten die Schulden sogar leicht abge-
baut werden.
Trotzdemmusste der Kreistag bei seinen Haushaltsplanberatungen
auf die schwieriger werdenden Jahre 2011 und 2012 eingestimmt
werden.
Der Haushalt 2011, der Erste nach dem System der doppischen
Buchführung, musste als Sparhaushalt erstellt werden. Das Kreis-
umlageaufkommen sank von 61 Millionen Euro auf 36,9 Millionen
Euro. Trotz dieses massiven Einbruchs wurde der Kreisumlagehe-
besatz mit 38 % im dritten Jahr in Folge beibehalten. Bei einer vor-
gesehenen Kreditaufnahme von 1,5 Millionen Euro und Tilgungen
in Höhe von 2,4 Millionen Euro konnten die Schulden nochmals,
nun auf 26,09 Millionen Euro, abgebaut werden. Ein dynamisches
Wirtschaftswachstum, das zu höheren Zuweisungen und Steuer-
einnahmen sowie geringeren Sozialausgaben führte, ermöglichte
erfreulicherweise einen Rechnungsabschluss 2011 mit einem deut-
lich positiven Ergebnis.
Weitere Konsolidierung
Die Finanzlage erholte sich im Haushaltsjahr 2012 weiter. Die gestie-
genen Steuerkraftsummen der kreisangehörigen Gemeinden ermög-
lichten die Absenkung des Kreisumlagehebesatzes auf 37 %. Das
Wirtschaftswachstum der beiden vorangegangenen Jahre zeigt auch
im Hohenlohekreis Früchte. Auf die Aufnahme von Krediten konnte
verzichtet, Sondertilgungen konnten verwirklicht werden.
Der Haushalt 2013 wurde als Konsolidierungshaushalt aufgestellt.
Gestiegene Steuerkraftsummen ermöglichten eine nochmalige Ab-
senkung des Hebesatzes der Kreisumlage auf nun 35,5 %. Durch
Verzicht auf geplante Darlehensaufnahmen und eine Sondertil-
gung konnte die Verschuldung erneut zurückgeführt werden. Der
positive Verlauf des Haushaltsjahres 2012 ermöglichte es, dem
Kreisstraßenhaushalt 2013 zusätzliche Mittel in Höhe von einer Mil-
lion Euro zur Verfügung zu stellen.
Positive Ausblicke...
Die positiven Signale setzen sich für 2014 fort. Die Steuerkraftsum-
men unserer Städte und Gemeinden steigen um ca. 17 %. Damit
kann der Kreisumlagehebesatz für den Haushalt 2014 um einen
Punkt auf 34,5 % abgesenkt werden.
Eine weitere Entlastung des Kreishaushaltes tritt im sozialen Be-
reich bei der Grundsicherung im Alter ein, wo der Bund die anfal-
lenden Kosten jetzt vollständig erstattet. Die Verschuldung kann
weiter verringert werden. Dies erleichtert künftige Investitionen
bei den Großprojekten „Umbau der Gewerbliche Schule Öhringen“
und „Sanierung / Erweiterung / Neubau des Landratsamts“ sowie
Verbesserungen im Kreisstraßennetz. Das durchschnittliche Inves-
titionsvolumen wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich
nahezu verdoppeln; dessen Finanzierung erfordert jedoch erstmals
wieder die Aufnahme neuer Darlehen.
... und eine positive Bilanz
Zusammenfassend kann für die Jahre 2009 bis 2014 bilanziert wer-
den, dass durch eine solide Haushaltspolitik von Kreistag und Ver-
waltung weiter in die Infrastruktur investiert werden und durch die
Rückführung der Verschuldung von ca. 29,5 Mio. Euro auf 16,2 Mio.
Euro bis Ende 2014 eine gute Ausgangsbasis für die Herausforde-
rungen der Zukunft geschaffen werden konnte. Gleichzeitig wurde
auch der Interessensausgleich zwischen den Gemeinden und dem
Landkreis nicht aus dem Auge verloren.
Die “Stiftung des Hohenlohekreises“
Diese als gemeinnützig anerkannte kommunale Stiftung des bür-
gerlichen Rechtes wurde Ende des Jahres 2008 vom Kreistag des
Hohenlohekreises beschlossen. Zu ihren satzungsmäßigen Aufga-
ben gehört die Förderung
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von Wissenschaft und Forschung,
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der Denkmal-, Kunst- und Kulturpflege,
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von Naturschutz, Umweltschutz, Heimat- und Landschaftspflege,
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von Bildung und Sport,
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der Kinder-, Jugend-, Familien-, Behinderten- und Altenpflege
sowie
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des ehrenamtlichen Engagements.
Mit demvorhandenenStiftungsvermögenkonnten inden vergangenen
Jahren verschiedene Projekte gefördert werden. Über die Verwendung
der Erträge entscheiden der Vorstand und der Stiftungsrat, der mit den
Mitgliederndes Verwaltungs-,Wirtschafts- undVerkehrsauschusses des
Kreistags besetzt ist. Anträge auf Förderung aus Mitteln der Stiftung
können an den Hohenlohekreis gerichtet werden. Weitere Zuwendun-
gen von Privaten oder Institutionen sindmöglich und erwünscht.
Blick auf Ingelfingen
Kapelle St. Wendel zum Stein in Dörzbach
Neumühlsee bei Waldenburg
Hohenlohekreis Schuldenstand
16.196.679 €
24.595.481 €
21.733.303 €
27.010.078 €
34.560.645 €
32.043.789 €
29.526.934 €
17.088.559 €
0 €
5.000.000 €
10.000.000 €
15.000.000 €
20.000.000 €
25.000.000 €
30.000.000 €
35.000.000 €
40.000.000 €
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Plan 2014
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