Hohenlohekreis

Seitenbereiche

Schriftgröße:

Icon Flagge Icon Flagge
Corona
Navigation

Seiteninhalt

Der Hohenlohekreis hat sein viertes Bioenergiedorf

[Artikel vom 30.07.2020]

Das Bioenergiedorf im Kupferzeller Ortsteil Hesselbronn wurde von Landwirtschaftsminister Peter Hauk offiziell eingeweiht
 
Der Hohenlohekreis hat sein viertes Bioenergiedorf. Zu den drei Dörfern Kupferzell-Füßbach, Bretzfeld-Siebeneich und Öhringen-Untermaßholderbach kommt ab sofort noch Kupferzell-Hesselbronn dazu. Hesselbronn liegt in direkter Nähe zur A6 Anschlussstelle Kupferzell. Dort ist in den letzten Jahren durch bürgerschaftliches Engagement ein Nahwärmenetz entstanden, das über 20 Haushalte der 107 Einwohner und zwei Stallungen mit Wärme versorgt. Die Energie liefert eine landwirtschaftliche Biogasanlage am Ortsrand. 
In Hesselbronn werden heute schon rund 130.000 Liter Heizöl pro Jahr durch Wärme aus Erneuerbaren Energien ersetzt. „Das ist ein toller Beitrag zum Klimaschutz“, lobt Landrat Dr. Matthias Neth die Dorfgemeinschaft. Sein Dank gilt vor allem der Arbeitsgruppe um die Anlagenbetreiber Rolf Stirn, Gerhard Giebler und Holger Neber. Zusammen mit der Dorfgemeinschaft hatten sie seit 2013 die Pläne für das Nahwärmenetz entwickelt und umgesetzt. Auch die Leitungen wurden in Eigenregie mit vielen ehrenamtlichen Helfern verlegt. Die Häuser, die jetzt noch nicht angeschlossen sind, können so später noch mit einbezogen werden.
 
„Bioenergiedörfer können nur entstehen, wenn die Menschen vor Ort zusammenarbeiten“, unterstreicht Landwirtschaftsminister Peter Hauk bei seiner Laudatio. So entstünden mit Vertrauen und Fleiß Zukunftsprojekte für den Ländlichen Raum. Laut Hauk sind Bioenergiedörfer ein toller Beitrag, um die regionale Wertschöpfung zu steigern. Das Heizöl müsse jetzt nicht mehr teuer aus dem Ausland eingekauft werden. „So bleibt das Geld im Dorf und steigert damit automatisch die regionale Kaufkraft.“ Im Gepäck hatte Minister Hauk das in Hesselbronn schon lange erwartete Ortschild mit der Aufschrift „Bioenergiedorf Hesselbronn“. Das „neue“ Ortsschild sei laut Straßenverkehrsordnung zwar nicht zum Aufstellen zugelassen, aber einen Ehrenplatz bekomme diese Auszeichnung auf jeden Fall, ist sich Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles sicher. „Mit dem Bioenergiedorf Hesselbronn hat die Gemeinde Kupferzell einen weiteren Leuchtturm“, freut sich der Rathauschef.
 
Unterstützung hatten die Hesselbronner in den letzten Jahren vom Landwirtschaftsamt und der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) erhalten. „Es freut uns, dass wir mit Hesselbronn jetzt unser viertes Bioenergiedorf im Hohenlohekreis haben“, so der Dezernent für Ländlichen Raum Dr. Wolfgang Eißen. Eißen, der auch das Regionalbüro der H-O-T im Hohenlohekreis leitet, weiß, wie wichtig das Engagement für die Energiewende und den Klimaschutz vor Ort ist. „Dabei kann unsere Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag leisten“, so Eißen. Hesselbronn sei hierfür ein gelungenes Beispiel.

Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk (4.v.li.) gemeinsam mit Landrat Dr. Matthias Neth (3.v.re.), Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles (5.v.li) und Geschäftsführer der NUGA Rolf Stirn (4.v.re.), bei der Einweihung des Bioenergiedorfs in Hesselbronn.
Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk (4.v.li.) gemeinsam mit Landrat Dr. Matthias Neth (3.v.re.), Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles (5.v.li) und Geschäftsführer der NUGA Rolf Stirn (4.v.re.), bei der Einweihung des Bioenergiedorfs in Hesselbronn.

Weitere Informationen

Kommunen-News

Neues aus den Kommunen des Hohenlohekreises erfahren Sie unter der

Rubrik "Kommunen-News"

Veranstaltungen

Besuchen Sie unseren Veranstaltungskalender unter der

Rubrik "Veranstaltungen"