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Geflügelpest in Baden-Württemberg angekommen

[Artikel vom 04.01.2021]

Veterinäramt bittet Geflügelhalter um besondere Vorsicht
 
Das Landratsamt Hohenlohekreis, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, ruft alle Geflügelhalter im Kreis dazu auf, die Maßnahmen zur Verhinderung eines Geflügelpesteintrags strikt einzuhalten. Nachdem bei einem schwer erkrankten Mäusebussard bei Donaueschingen das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAIV) amtlich festgestellt wurde, ist das Risiko für weitere Ausbrüche bei Wildvögeln im ganzen Land-Baden-Württemberg als hoch einzustufen.
 
Um Nutzgeflügel- und Hobbyhaltungen bestmöglich vor einem Seucheneintrag zu schützen, müssen insbesondere bei Auslauf- und Freilandhaltungen Kontakte mit Wildvögeln sowie eine Viruseinschleppung über Einstreu, Futter und Tränkwasser verhindert werden. Hausgeflügel sollte soweit möglich bis auf Weiteres aufgestallt oder zumindest unter Schutzeinrichtungen gehalten werden, um zu verhindern, dass z.B. Kot von Wildvögeln von oben in die Haltungseinrichtungen gelangt. Futter und Wasser sollten nur im Stallgebäude angeboten werden.
 
Neben den genannten Maßnahmen ist auch eine erhöhte Wachsamkeit für ein schnelles Erkennen von Seuchenverdachtsfällen bei Geflügel und gehaltenen Vögeln sowie die unverzügliche Abklärung der Krankheitsursachen besonders wichtig. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, aufgefundene verendete oder kranke wildlebende Wasservögel und Greifvögel dem Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung zu melden. Die Tiere und Tierkadaver sollten nicht berührt oder vom Fundort verbracht werden, um eine weitere Verschleppung der Seuche zu vermeiden.
 
Hintergrundinformationen des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg:
Die Geflügelpest oder Aviäre Influenza (AI) ist eine Infektionskrankheit der Vögel, die durch Influenzaviren hervorgerufen wird. Als „Klassische Geflügelpest“ wird eine besonders schwere Verlaufsform der Krankheit mit aviären Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 bei Geflügel und sonstigen Vögeln bezeichnet.
 
Wilde Wasservögel bilden ein natürliches Reservoir für Influenzaviren, insbesondere für deren niedrigpathogene Form. Die niedrigpathogenen Influenzaviren können sich bei Wirtschaftsgeflügel, wie beispielsweise Hühnern und Puten, zur hochpathogenen Form und damit der Klassischen Geflügelpest verändern, die zu erheblichen Tierverlusten führt.
Die Biosicherheits- bzw. Hygienevorschriften für Geflügelhalterinnen und -halter sind insbesondere in der Geflügelpest-Verordnung und in der Viehverkehrsverordnung, geregelt.
 
Zudem sind umfangreiche Informationen auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/tierschutz-tiergesundheit/tiergesundheit/tierkrankheiten-tierseuchen-zoonosen/vogelgrippe/ und auf den Internetseiten des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/ zu finden. Auf der Seite des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) ist zudem ein Merkblatt über die Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen hinterlegt: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00000891/Merkblatt-AI_2016-11-25.pdf

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