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Rekordergebnis für Krautheimer Eiche

[Artikel vom 07.04.2021]

Die Wertholzsubmission Merchingen erzielte überdurchschnittlich gute Ergebnisse
 
Mit einem durchschnittlichen Erlös von 640 Euro pro Festmeter und einer Angebotsmenge von knapp 800 Festmetern über alle Baumarten hinweg erzielte die diesjährige Wertholzsubmission Merchingen mit den beiden Lagerplätzen RIO bei Osterburken sowie im Klosterwald bei Kloster Schöntal überdurchschnittlich gute Ergebnisse.
 
„Des Försters Generationenstolz“: So beschreibt Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler die „Braut“ der diesjährigen Submission in Merchingen, die im Wald seiner Gemeinde von Revierförster Ralph Heinzelmann geerntet wurde. Die „Braut“, also der Stamm mit dem höchsten Gebot pro Festmeter, kam in diesem Jahr aus dem Stadtwald Krautheim. Es handelt sich um eine starke und qualitativ sehr hochwertige Eiche, die mit einem Gebot von 2.239 Euro pro Festmeter und 2,23 Festmeter Volumen für 4.993 Euro höchstbietend an einen süddeutschen Furnierhersteller verkauft werden konnte.
 
„Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ist ein solches Ergebnis in Zeiten, in denen Dürre, Sturm und Käfer die vorherrschen Themen im Wald und auch auf den Holzmärkten sind, mehr als erfreulich. Darüber hinaus können wir hier den wertvollen Rohstoff Holz seiner bestmöglichen Verwendung zuführen und damit zusätzlich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, heißt es aus dem Forstamt des Hohenlohekreises. Die Behörde betreut viele Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer im Kreis und hat als Holzverkaufsstelle die Submission mit organisiert.
 
Mengenmäßig am bedeutendsten war traditionell und mit einer Angebotsmenge von 728 Festmetern die Eiche, gefolgt von den Baumarten Roteiche und Esche mit jeweils ca. 20 Festmetern. Weiterhin wurden ca. 15 Festmeter sonstiges Laubholz zum Verkauf angeboten. Bei der Baumart Eiche konnte ein Durchschnittserlös von insgesamt 664 Euro erzielt werden. Im Vergleich zu 2020 konnten die Erlöse bei der Eiche um mehr als 15 Prozent gesteigert werden. Lediglich acht Lose blieben ohne Gebot.
 
Eine Besonderheit in diesem Jahr war zudem die hohe Anzahl an Teilnehmern: 30 Firmen aus Deutschland, Frankreich und Österreich gaben ihre Gebote ab und nahmen damit an der Submission teil. „Insgesamt betrachtet zeigen sowohl die guten Ergebnisse als auch die hohe Beteiligung auf Anbieter- und Abnehmerseite, dass qualitativ hochwertige Hölzer auch in solchen Krisenzeiten gefragt sind und einen regen Absatz finden. Für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer heißt das, dass es sich auch in Krisenzeiten lohnt, in die Pflege solch wertvoller Hölzer zu investieren – und das in mehrfacher Hinsicht“, so Bürgermeister Köhler.
 
„Weiterhin zeugen die sehr guten Ergebnisse einmal mehr von der Sinnhaftigkeit und der Notwendigkeit der generationenübergreifenden Arbeit im Wald. Die Baumart Eiche ist hierfür ein gutes Beispiel: Ohne eine über mehrere Generationen hinausgehende Zusammenarbeit im Forst können solch qualitativ hochwertige Hölzer nicht erzeugt werden“, ergänzt Ralph Heinzelmann, der neben dem Stadtwald Krautheim auch den Gemeindewald Dörzbach und die Privatwälder in den beiden Gemeindegebieten betreut. „Darüber hinaus stellt die Eiche vor dem Hintergrund des rasant fortschreitenden Klimawandels eine wichtige Baumart dar, deren Behandlung allerdings viel waldbauliches Geschick erfordert, welches über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg konsequent umgesetzt werden muss.“
 
Hintergrund:
 
Auf den zentralen Wertholzlagerplätzen RIO bei Osterburken und dem Lagerplatz Klosterwald bei Kloster Schöntal werden ausgesuchte Hölzer aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Hohenlohekreis sowie dem Heilbronner Landkreis gesammelt und zum Verkauf angeboten. Das Holz am Lagerplatz im Klosterwald stammt zum einen aus den durch den Forstbezirk Tauberfranken bewirtschafteten Staatswäldern im Eigentum des Landes Baden-Württemberg und zum anderen aus verschiedenen Kommunal- und Privatwäldern der genannten Kreise. Die Stämme werden in Form einer Submission – einer Versteigerung in schriftlichen Form – nach Meistgebot verkauft.
 
Furnierproduzenten, Fassdauben-Hersteller und Sägewerke aus Deutschland, Frankreich und Österreich beurteilen die einzelnen Baumstämme und geben Gebote ab. Am 18. März 2021 wurden die Gebote eröffnet und der Zuschlag in der Regel an den Meistbietenden erteilt. Somit werden die wertvollen Hölzer einem geeigneten Verwendungszweck zugeführt.
 
Ein Festmeter ist ein Kubikmeter feste Holzmaße und stellt in der Forst- und Holzwirtschaft das gängige Abrechnungsmaß dar.
 
Führungen bzw. Termine vor Ort können in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht angeboten werden. Bei Rückfragen steht die Holzverkaufsstelle im Forstamt unter Tel. 07940 18-721 zur Verfügung.

 

Der Krautheimer Bürgermeister Andreas Köhler (links) und Revierförster Ralph Heinzelmann (rechts) freuen sich über die Rekordeiche, die im Wald der Krautheimer Gemeinde geerntet wurde.
Der Krautheimer Bürgermeister Andreas Köhler (links) und Revierförster Ralph Heinzelmann (rechts) freuen sich über die Rekordeiche, die im Wald der Krautheimer Gemeinde geerntet wurde.

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