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Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag

[Artikel vom 27.07.2017]

Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag
Altlandrat Dr. Franz Susset feiert heute seinen 85. Geburtstag – der Hohenlohekreis grautliert seinem ersten Landrat und wünscht alles Gute

„Im Namen des Hohenlohekreises, des Kreistags und persönlich gratuliere ich herzlich Herrn Landrat a.D. Dr. Franz Susset zu seinem 85. Geburtstag und wünsche ihm alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit für das neue Lebensjahr.
 
Papst Johannes Paul II hat einmal gesagt:
„Das Alter bringt die Ernte ein,
die Ernte aus dem Gelernten, aus dem Erlebten,
die Ernte aus dem Geleisteten und Erreichten,
die Ernte aus dem Erlittenen und Bestandenen.“
 
Dr. Susset hat in seinem Leben viel erlebt und erreicht. Mit großem Mut, Fleiß und unbändigem Willen zur Weiterentwicklung hat er zum Erfolg des Hohenlohekreises beigetragen.
Für die Zukunft wünsche ich eine gute und reiche Ernte vor allem aber persönliches Wohlergehen.“
 
Landrat Dr. Matthias Neth
Dr. Franz Susset war der erste Landrat des mit der Kreisreform 1973 neugebildeten Hohenlohekreises. Dieser Kreis, der bei seiner Schaffung als Verlegenheitslösung, gar als viel zitierter „Sündenfall der Kreisreform“ bezeichnet wurde, kann im kommenden Jahr auf sein 45-jähriges erfolgreiches Bestehen blicken. Dass sich der Hohenlohekreis nach seiner Gründung innerhalb kurzer Zeit zu einem lebens- und leistungsfähigen Landkreis entwickelte, der durchaus mit den viel größeren und politisch stärkeren Landkreisen mithalten kann, ist in hohem Maße der Verdienst von Landrat a.D. Dr. Franz Susset.
 
Sein Sinn für unkonventionelles pragmatisches Verwaltungshandeln, seine Orientierung für das Nützliche, aber auch seine besondere Hohenloher Schlitzohrigkeit prägten seine Amtszeit. Dr. Susset gelang es, den jungen Kreis wesentlich zu formen und zu gestalten und zwar ganz im Sinne eines Zitats von Hermann Hesse: „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“
 
Ein Beispiel dafür ist der damalige Neubau des Landratsamtes, der gerade einmal viereinhalb Jahre nach Gründung des Hohenlohekreises 1977 als erster Landratsamtsneubau in Baden-Württemberg nach der Kreisreform bezogen werden konnte. Mit seinem Temperament, emotional und sehr beharrlich arbeitete er daran, die neuen Gebietsteile der Altkreise Künzelsau und Öhringen und des Raumes Krautheim zu integrieren. Unermüdlich hatte er sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen im Kreis eingesetzt und zielstrebig zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen wie den Ausbau weiterführender Schulen, den Straßenbau oder die medizinische Versorgung vorangetrieben.
 
Der Hohenlohekreis ist heute ein moderner Wirtschaftsraum und attraktiver Unternehmerstandort. Nirgends in Deutschland sind gemessen an der Einwohnerzahl mehr Weltmarktführer zu Hause. Dr. Susset war während seiner 16-jährigen Amtszeit nicht müde, die Vorzüge und Standortvorteile des Hohenlohekreises für Gewerbe und Industrie herauszustellen und die Wirtschaft, wo immer möglich, unbürokratisch zu unterstützen. Er hatte die wirtschaftliche Entfaltung maßgeblich unterstützt und sich bei der Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen in hohem Maße verdient gemacht.
 
Die Bildungsmöglichkeiten für die Jugend im Kreis wurden durch die Einrichtung neuer Schularten, Bildung neuer Fachklassen und nicht zuletzt durch zahlreiche Schulneu –und Erweiterungsbauten an den beiden Berufsschulstandorten Künzelsau und Öhringen erheblich verbessert. Nicht zu vergessen die für die Wirtschaft so wichtige Gründung einer Außenstelle der Hochschule Heilbronn, der heutigen Reinhold-Würth-Hochschule Künzelsau, für die er erfolgreich beim damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth gekämpft hatte.
 
Mit dem aus einem Kreisentwicklungsprogramm hervorgegangenen „Nahverkehrsmodell Hohenlohekreis“ lenkte der Hohenlohekreis sogar bundesweit die Aufmerksamkeit auf sich. 1979 als Modellversuch eingeführt, führte es zu einer erheblichen Verbesserung des Personennahverkehrs in unserem ländlich strukturierten Landkreis.
 
Eine bedeutende Weiterentwicklung erfolgte auch im Bereich der Müllentsorgung. Die Abfallbeseitigung wurde übernommen und einheitliche Abfallbehälter eingeführt. 1973 bestanden noch mehr als 120 Müllkippen im Kreis. Diese wurden zunächst auf 9 Übergangsdeponien konzentriert bis zum Bau der zentralen Hausmülldeponie in Beltersrot 1978.
 
Auch der Erhaltung und Förderung der wunderschönen Hohenloher Landschaft mit ihrer reichen geschichtlichen und kulturellen Vielfalt hatte er sich verschrieben. So wurde die Fremdenverkehrsgemeinschaft Hohenlohe e.V. (heute Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V.) unter Beteiligung aller 16 Städte und Gemeinden gegründet.
Erfolgreich hatte sich Dr. Susset für die zukünftige Nutzung des Klosters Schöntal nach der Schließung des Evangelischen Theologischen Seminars 1975 eingesetzt. In unzähligen Gesprächen, Verhandlungen und Interventionen mit der Landesregierung drängte er auf eine Abstimmung der Planungen und versuchte neue Funktionen für das Kloster Schöntal zu erhalten. Die Gesamtkonzeption für Bildungshaus, Rathaus und die Einrichtung eines Waldschulheims im Bereich des ehemaligen Domänekomplexes hatte er angeregt.
 
Den „Hohenloher Kultursommer“, der in diesem Jahr seine 31. Konzertsaison begeht, hatte er ins Leben gerufen. Nicht unerwähnt bleiben darf die seit 1990 bestehende Partnerschaft mit dem County of Limerick, die noch während seiner Amtszeit angedacht und vorbereitet wurde.
 
Viele noch heute bestehende Projekte tragen seine Handschrift oder wurden unter seiner Leitung angestoßen. Für seine großen Verdienste um den Hohenlohekreis wurde Dr. Franz Susset anlässlich seines 75. Geburtstages im Jahr 2007 die Große Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Gold überreicht.
Die drei Hohenloher Landr├Ąte: Dr. Matthias Neth (links), Dr. Franz Susset (Mitte) und Helmut M. Jahn.
Die drei Hohenloher Landr├Ąte: Dr. Matthias Neth (links), Dr. Franz Susset (Mitte) und Helmut M. Jahn.

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