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Staatssekretär Jäger besucht das Hohenloher Integrationszentrum

[Artikel vom 31.07.2017]

Staatssekretär Jäger besucht das Hohenloher Integrationszentrum
„Einwanderung, Asyl und Sicherheit – politische Aufgaben“ ist zentrales Thema des Abends
 
Martin Jäger, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg besuchte gestern (27. Juli 2017) das Hohenloher Integrationszentrum in Künzelsau-Gaisbach. Vor rund 50 Zuhörern sprach er zum Thema „Einwanderung, Asyl und Sicherheit – politische Aufgaben“.
 
Der Abend war Teil der Veranstaltungsreihe rund um Thema Flucht und Willkommenskultur. „Es ist uns wichtig zu zeigen, dass der Hohenlohekreis bunt, weltoffen und friedlich ist und dass Gewalt, Rassismus und Extremismus hier keinen Platz haben“, so Landrat Dr. Matthias Neth. Der Landrat zog eine positive Zwischenbilanz zur Flüchtlingsintegration im Hohenlohekreis. So sei im Hohenloher Integrationszentrum ein lebendiges Zentrum der Bildung und der Begegnung mit zahlreichen Angeboten entstanden. „Die Themen Einwanderung, Asyl und Sicherheit werden uns noch eine ganze Weile beschäftigen, deshalb hat die Arbeit hier im Integrationszentrum eine wichtige gesellschaftliche Funktion“, betonte Landrat Neth.
 
Staatssekretär Jäger, der in seiner Karriere unter anderem Sprecher des Auswärtigen Amts und deutscher Botschafter in Afghanistan gewesen ist, brachte anschließend Erkenntnisse aus der Perspektive der Landesregierung und aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung mit. Er lieferte nicht nur verständlich aufbereitete Zahlen zur Zuwanderung in Baden-Württemberg, sondern bezog auch klar Stellung zur Flüchtlingsaufnahme und zum Thema Integration: „Wer schutzberechtigt ist, den wollen wir schnell und gut integrieren. Ohne die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunen und viele ehrenamtliche Helfer wäre das nicht möglich. Wir können allerdings nicht alle Flüchtlinge bei uns aufnehmen, das würde unsere Kräfte übersteigen. Deshalb werden wir unsere Integrationsbemühungen auf diejenigen konzentrieren, die gute Bleibeperspektiven haben. Wer ausreisepflichtig ist, soll dagegen möglichst rasch in seine Heimat zurückkehren.“
 
Jäger nahm sich im Anschluss an seinen Vortrag ausführlich Zeit, um Fragen des interessierten Publikums zu beantworten und auch auf kontroverse Punkte näher einzugehen. So wurde unter anderem über die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik, über die sogenannte Ausbildungsduldung für abgelehnte Asylbewerber und über die künftige Flüchtlingsverteilung innerhalb der EU gesprochen. Danach bestand im Foyer des Hohenloher Integrationszentrums weiterhin Gelegenheit für zwanglose Gespräche.

Hintergrund:
Der Hohenlohekreis begleitet und fördert die öffentliche Diskussion rund um die Themen Flucht und Willkommenskultur. Hintergrund der Veranstaltungsreihe sind die verübten Brandanschläge auf geplante Flüchtlingsunterkünfte in Pfedelbach und Neuenstein.
Am 31. März 2017 fand erfolgreich der erste Fachtag für Demokratie und Weltoffenheit statt. Am 12. Juli 2017 hatten die Jugendreferate des Hohenlohekreises, des Main-Tauber-Kreises, des Neckar-Odenwald-Kreises und des Landkreises Schwäbisch Hall zu einem weiteren Fachtag gegen Rassismus eingeladen.
 
Die Integration von Flüchtlingen erfolgt im Hohenlohekreis seit 2015 koordiniert und Hand in Hand mit allen relevanten Akteuren im Rahmen des Hohenloher Integrationsbündnisses 2025. Alle beteiligten Abteilungen der Verwaltung kooperieren dabei mit Gesellschaft, Wirtschaft, karitativen Trägern und Bildungseinrichtungen. Im Hohenloher Integrationszentrum ist mittlerweile ein lebendiges Zentrum der Bildung und der Begegnung entstanden. Im Gebäude, das dem Landratsamt seit Mai 2016 von der Adolf Würth GmbH & CO. KG überlassen worden war, sind unter einem Dach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts für Bildung und Integration sowie der Agentur für Arbeit und des Jobcenters in der Integrationsarbeit tätig. Das kreisübergreifende Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber wird von hier aus gelenkt. Regelmäßige Beratungsangebote für Flüchtlinge durch das Welcome Center, die IHK und die Handwerkskammer Heilbronn-Franken stehen Flüchtlingen und Arbeitgebern offen. Im Untergeschoss betreibt das Deutsche Rote Kreuz eine Kleiderboutique. Vor allem aber lernen hier täglich fast 200 Menschen die deutsche Sprache. Alle sechs Unterrichtsräume sind vormittags und nachmittags voll ausgelastet. Die Kurse werden von vier verschiedenen Bildungsträgern angeboten, die im Rahmen des Hohenloher Integrationsbündnisses 2025 mit dem Landratsamt kooperieren. Weitere Schulungsangebote, etwa zu Alltagskompetenzen und Demokratieverständnis, werden ebenfalls angeboten.

Staatssekret├Ąr J├Ąger referierte zum Thema
Staatssekret├Ąr J├Ąger referierte zum Thema "Einwanderung, Asyl und Sicherheit - politische Aufgaben" im Hohenloher Integrationszentrum.
Landrat Dr. Matthias Neth begr├╝├čte zahlreiche interessierte G├Ąste, darunter auch Abgeordnete und weitere Politikvertreter.
Landrat Dr. Matthias Neth begr├╝├čte zahlreiche interessierte G├Ąste, darunter auch Abgeordnete und weitere Politikvertreter.

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