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Auslandsjahr in Hongkong

[Artikel vom 12.01.2018]

Auslandsjahr in Hongkong
Einblicke von Felix Malz, Schüler der Kaufmännischen Schule Öhringen

Ein Jahr in der Metropole Hongkong leben, Kultur, Sprache und Leute kennenlernen und dort zur Schule gehen- diesem Abenteuer stellt sich aktuell der 16-jährige Schüler Felix Malz der Kaufmännischen Schule Öhringen. Inzwischen ist er seit fünf Monaten in der chinesischen Provinz und hat bereits zahlreiche Erfahrungen und Eindrücke gesammelt.

Wie kamen Sie auf die Idee in Hongkong ein Auslandsjahr zu absolvieren?
Malz: Mein Bruder hat vor drei Jahren ein Auslandsjahr in Hong Kong absolviert. Zusammen mit meiner Familie habe ich ihn dort besucht. Die Stadt hat mich persönlich sehr beeindruckt und hat mein Interesse für ein Auslandsjahr geweckt. Ich wollte schon immer das Großstadtleben kennen lernen. Hong Kong ist eine der größten Städte der Welt und ist ganz anders als Öhringen, meine Heimatstadt.

Wer hat Sie bei der Vorbereitung ihres Auslandsjahres unterstützt?
Malz: Mein Auslandsjahr läuft über das interkulturelle Schüleraustauschprogramm der Organisation AFS. Nach erfolgreicher Bewerbung musste ich viele Dokumente ausfüllen, unterstützt wurde ich hierbei von AFS und meiner Familie.

Wie unterhalten Sie sich in Hongkong? Auf Englisch?
Malz: Die Amtssprachen in Hongkong sind Kantonesisch und Englisch, ein Großteil der Bevölkerung spricht Englisch. Das Englischniveau variiert jedoch von gebrochen zu fließend. Ich versuche Kantonesisch zu sprechen und zu schreiben, was sich jedoch als sehr schwierig herausstellt. Im kantonesischen gibt es sechs bis neun Töne zur Betonungen der Wörter. So kann ein harmloses Wort im falschen Ton sogar ein Schimpfwort sein.

Wie sind Sie in Hongkong untergebracht?
Malz: Ich lebe in Hongkong bei einer Gastfamilie. Hierbei habe ich großes Glück. Ich habe mein eigenes Zimmer, ein Luxus unter den Austauschschülern. Für gewöhnlich wird ein Schlafzimmer mit den Gastgeschwistern geteilt. Einer meiner Gastbrüder befindet sich gerade ebenfalls im Ausland, was auch der Grund dafür ist, dass mich meine Gastfamilie für ein Jahr aufgenommen hat. Der Sohn hat großes Glück, denn viele Familien sind sehr strikt und haben große Erwartungen, welche die Jugendlichen extrem unter Druck setzen. Leider führt dies auch zu einer hohen Selbstmordrate unter Kindern und Jugendlichen, welche dem Druck nicht gewachsen sind. Diese Probleme werden jedoch auch angesprochen und Asien befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Was bedeutet das Auslandsjahr für Sie schulisch?
Malz: Vor meinem Auslandsjahr habe ich die 11. Klasse im Wirtschaftsgymnasium an der Kaufmännischen Schule Öhringen beendet und besuche dann die 12. Klasse, sobald ich wieder zurück im Hohenlohekreis bin.

Wie ist die Schule in Hongkong?
Malz: In Hongkong gibt es ausschließlich Ganztagsschulen, da so gut wie immer beide Elternteile arbeiten. Generell wird großen Wert auf Disziplin gelegt. An den Schulen gibt es spezielle Schüler, sogenannte „Prefects“, welche stets auf eine eventuell notwendige Korrektur der Schuluniform der Schüler oder Verstöße gegen die Schulordnung aufmerksam machen. Am ersten Schultag wurde ich von einem Prefect zurechtgewiesen, da ich einen Knopf am Hemd meiner Schuluniform zugeknöpft hatte, welcher offen bleiben musste.

Wie ist Ihr Gesamteindruck von Hongkong?
Malz: Hong Kong ist eine faszinierende Stadt, die einen von der ersten Minute an auf Trab hält. Hier läuft alles sehr schnell ab. Selbst im Restaurant wird erwartet, dass man schnell isst. Angerempelt zu werden ist ganz normal und für eine Entschuldigung bleibt oft keine Zeit. Was mir am besten an Hongkong gefällt, sind die unglaublichen Aussichten und die Vielfalt. Hong Kong hat zahlreiche hohe grüne Berge, Strände, Meer und Inseln. Und inmitten steht ein Hochhaus nach dem anderem.

Wie lautet Ihr Fazit nach fünf von zehn Monaten Auslandsaufenthalt in Hongkong?
Malz: Alles in allem kann ich jedem empfehlen, ein Auslandsjahr zu machen und eine neue Kultur kennen zu lernen, vor allem im asiatischen oder südamerikanischen Raum. Es ist erstaunlich, wie viel man über die Welt und sich selbst lernen kann, wenn man in eine andere Kultur eintaucht. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass ein Auslandsjahr nicht nur Spaß und feiern bedeutet, man hat durchaus Pflichten und Verantwortungen.

Der 16-j├Ąhrige Sch├╝ler der Kaufm├Ąnnischen Schule ├ľhringen, Felix Malz, verbringt ein Auslandsjahr in der chinesischen Metropole Hongkong.
Der 16-j├Ąhrige Sch├╝ler der Kaufm├Ąnnischen Schule ├ľhringen, Felix Malz, verbringt ein Auslandsjahr in der chinesischen Metropole Hongkong.
Besonders beeindruckt Felix Malz die besondere Aussicht und die Vielfalt, welche Hongkong bietet.
Besonders beeindruckt Felix Malz die besondere Aussicht und die Vielfalt, welche Hongkong bietet.

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