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Flurbereinigung Schöntal-Aschhausen feierlich beendet

[Artikel vom 03.09.2018]

Flurneuordnung Schöntal-Aschhausen feierlich beendet
Großer Beitrag zur Entwicklung des Ortskerns sowie der landwirtschaftlichen Flächen
 
Knapp zwei Jahrzehnte dauerte das Flurneuordnungsverfahren im Schöntaler Ortsteil Aschhausen. Grund genug, den offiziellen Abschluss des Verfahrens mit einem Festakt zu feiern: Zahlreiche Ehrengäste, darunter Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der Landtagsabgeordnete Arnulf von Eyb, der Erste Landesbeamte des Hohenlohekreises Gotthard Wirth, Schöntals Bürgermeisterin Patrizia Filz sowie der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Paul Fluhrer, blickten am Freitag, 31. August, in der Jagsttalhalle in Bieringen auf das zurück, was sich in und um den Ort mit seinen knapp über 200 Einwohnern getan hat. Zuvor enthüllten die Ehrengäste einen Gedenkstein am Dorfplatz in Aschhausen, der symbolisch an das Verfahren erinnern soll.
„Es gibt keine erprobtere bürgerschaftliche Beteiligung als die Flurneuordnung“, erklärte Staatssekretärin Gurr-Hirsch in ihrer Rede. „Und die Flurneuordnung in Schöntal-Aschhausen ist ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie der ländliche Raum mit Weitblick entwickelt werden kann.“
 
Das Flurbereinigungsgebiet umfasste im Wesentlichen die landwirtschaftlich genutzten Hochflächen und Wälder der Gemarkung Aschhausen, die Talaue und Hangbereiche des Erlenbaches sowie die Ortslage von Aschhausen. Vor der Flurneuordnung war der Grundbesitz vieler Teilnehmer stark zersplittert, über die gesamte Gemarkung zerstreut und die Grundstücke klein und unwirtschaftlich geformt. Durch konsequente Bodenordnung und Zusammenlegung wurden die Grundstücke deutlich vergrößert und haben zudem einen besseren Zuschnitt erhalten. Sie können somit effizienter, entsprechend den Anforderungen einer modernen Land- und Forstwirtschaft, bewirtschaftet werden. Für die Hangbereiche des Erlenbachtals wurde eine minimale Erschließung mit dem Ziel geschaffen, dass diese Flächen zukünftig im Sinne der Landschaftspflege offen gehalten werden können.
Dazu wurde ein insgesamt zwölf Kilometer langes neues Wegenetz geschaffen, davon fast fünf Kilometer befestigt. In vielen Fällen entstand dabei erstmals eine öffentliche Zufahrt zu einem Grundstück.
 
Doch auch die innerörtliche Entwicklung wurde bedacht. So wurden der Kirchweg, die Alte Steige und weitere Ortsstraßen und -wege dorfgerecht ausgebaut. Außerdem wurde eine neue Fußwegverbindung vom Kirchweg zum Sportplatz realisiert.
Die Gefahr von Überflutungen in der Ortslage bei Starkregenereignissen konnte durch die Herstellung eines Regenrückhaltebeckens und die Anlage von Wegseitengräben als dezentrale Hochwasservorsorge deutlich verringert werden. Durch einen Ausbau der Alten Steige wird das anfallende Tagwasser nun gezielt in die ausgebaute Kanalisation geleitet.
 
Als besondere ortsgestaltende Maßnahme wurde mit dem Dorfplatz eine neue Ortsmitte geschaffen. Für die Planung wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der reges Interesse bei der Bevölkerung fand, und aus den gesammelten Vorschlägen wurde eine Planung erstellt. Die Umsetzung begann im Frühjahr 2010 mit dem Abbruch der vorhandenen Gebäude. Durch den großartigen Einsatz vieler ehrenamtlich helfender Bürger konnte der Dorfplatz bereits im Juli 2010 eingeweiht werden. Heute ist der Platz Treffpunkt zum Feiern schöner Feste.
 
„All diese Maßnahmen, zusammen mit einer Vielzahl privater Arbeiten an Häusern und Vorgärten, haben dazu beigetragen, dass ein attraktives Ortsbild entstanden ist. Durch das große Engagement aller Beteiligten ist Aschhausen zu einem liebenswerten Wohnplatz geworden“, freut sich der Erste Landesbeamte des Hohenlohekreises, Gotthard Wirth.
 
Hintergrund:
Die Unterlagen zur Berichtigung der Grundbücher wurden im Frühjahr 2018 an die zuständigen Grundbuchämter in Heilbronn und Tauberbischofsheim abgegeben. Sobald alle Grundbücher berichtigt sind, wird das Verfahren auch formell durch die Schlussfeststellung abgeschlossen. Die Gesamtkosten des Verfahrens belaufen sich auf 2,07 Millionen Euro, davon wurden 1,3 Millionen Euro als Zuschüsse von der Europäischen Union, vom Bund und vom Land übernommen.
 
 
Kontakt:
Für Fragen rund um das Flurneuordnungsverfahren stehen gerne zur Verfügung:
 

Friedrich Küßner
Leiter des Flurneuordnungsamtes
Friedrich.Kuessner(@)lgl.bwl.de
07940 18-120
Marcus Zurell
Leitender Ingenieur
Marcus.Zurell(@)lgl.bwl.de
07940 18-130
(von links): Friedbert Schäfer, Otto Härterich, Bürgermeisterin Patrizia Filz, Friedrich Vogt, Arnulf von Eyb MdL, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Richard Deißler (verdeckt), Willibald Leykauf, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Paul Fluhrer, Erster Landesbeamter Gotthard Wirth und Gerhard Volk enthüllen den Gedenkstein am Dorfplatz in Aschhausen.
(von links): Friedbert Schäfer, Otto Härterich, Bürgermeisterin Patrizia Filz, Friedrich Vogt, Arnulf von Eyb MdL, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Richard Deißler (verdeckt), Willibald Leykauf, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Paul Fluhrer, Erster Landesbeamter Gotthard Wirth und Gerhard Volk enthüllen den Gedenkstein am Dorfplatz in Aschhausen.

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