Hohenlohekreis

Seitenbereiche

Schriftgröße:

Icon Flagge Icon Flagge

Volltextsuche

Navigation

Seiteninhalt

Tipps und Trends für Direktvermarkter

[Artikel vom 05.04.2019]

Fachtag an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell
 
Direktvermarktung steht für Regionalität, für Qualität, Frische und für eine transparente Produktion von Lebensmitteln. Ein wachsendes Interesse an den landwirtschaftlichen Hofläden erscheint deshalb naheliegend, doch stellt die Eigenvermarktung auch große Herausforderungen an die Landwirte.
Daher widmete sich der Fachtag Direktvermarktung an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell erneut diesem wichtigen Thema, um den Direktvermarktern Tipps zu geben, Richtungen zu weisen und zu informieren.
Nachdem Dr. Wolfgang Eißen, Dezernent ländlicher Raum des Hohenlohekreises, die Teilnehmer, die aus mehreren Landkreisen angereist waren, begrüßt hatte, stellte Bruno Krieglstein, Referatsleiter für Markt und Vermarktung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, in seinem Beitrag die Kampagnen und Initiativen im Land vor. So werden durch die Regionalkampagne „Von Daheim“ seit 2016 die Direktvermarkter unterstützt und in der Weiterentwicklung der Von-Daheim-App können sich mittlerweile neben Direktvermarktern auch Gastronomen platzieren und ihre Veranstaltungen bekannt geben. Ziel ist dabei, dass die Verbraucher bei ihrem Einkauf konkret zu Produkten aus der Region greifen.
In der anschließenden Diskussion wurden jedoch auch die Sorgen der Direktvermarkter bezüglich des Preisdrucks deutlich, insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Lebensmitteleinzelhändler ebenso auf Regionalität und Bio setzen und damit eine weitere Konkurrenz darstellen.
Das Thema des nachfolgenden Vortrags von Ingelore Heuser vom Landratsamt Heilbronn verwies auf „Neue Trends bei Essen und Trinken“. Bei „Foodtrends“ handele es sich immer nur um Phänomene einer Überflussgesellschaft. Des Weiteren stellte Heuser fest, dass beim Essen auch wieder Werte wichtiger werden. Dies macht sich vor allem in den Zusammenschlüssen von „Food Coops“ in Großstädten bemerkbar, die gemeinsam nachhaltig erzeugte Lebensmittel organisieren und vermarkten – durchaus auch eine Chance für Direktvermarkter.
Trendentwicklungen aus Sicht der Zukunftsforschung präsentierte der junge Social-Media-Unternehmer Fabian Mörbe. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass es für die Direktvermarkter in der Zukunft unerlässlich wird, auch in den sozialen Medien präsent zu sein: „Wer nicht wirbt, der stirbt“. Authentisch sein, das sei dabei das A und O bei Auftritten in YouTube, Instagram, Facebook und Co. Im Vordergrund stehe hierbei immer das Transportieren von Emotionen. 
„Die Schätze des Hofes erkennen und im Verkaufsgespräch in Wert setzen“ – mit diesem sehr mitreißenden Vortrag von Claudia Albrecht, Marketingberaterin und Coach aus Neustadt an der Weinstraße, wurde die Vortragsreihe des Fachtages abgeschlossen. Auch sie betonte, dass es um die Geschichte dahinter geht, die verkauft werden soll. Es geht also konkret um das Gesicht des Unternehmens, welches auch der Kunde als erstes wahrnimmt. Das Produkt steht demnach erst an zweiter Stelle. Hierbei wurde ein Schwachpunkt der Direktvermarkter deutlich, die in diesem Bereich meist zu bescheiden agierten. 

Wie immer gut besucht war der Fachtag für Direktvermarkter an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell.
Wie immer gut besucht war der Fachtag für Direktvermarkter an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell.

Weitere Informationen

Kommunen-News

Neues aus den Kommunen des Hohenlohekreises erfahren Sie unter der

Rubrik "Kommunen-News"

Veranstaltungen

Besuchen Sie unseren Veranstaltungskalender unter der

Rubrik "Veranstaltungen"