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Hohenlohekreis (Druckversion)

Hohenlohe-News

Grünlandumwandlung ist genehmigungspflichtig

[Artikel vom 12.06.2019]

Grünlandumwandlung ist genehmigungspflichtig
Ungenehmigte Grünlandumbrüche können durch Tausch nicht geheilt werden

Grünlandflächen sind ökologisch wertvolle Elemente in der Agrarlandschaft und unverzichtbarer Bestandteil einer multifunktionalen Landwirtschaft. Der Flächenanteil des Grünlands hat jedoch über die Jahre abgenommen.
Landwirte, die Grünland in Ackerflächen umwandeln möchten, müssen daher im Vorfeld einen Antrag auf Grünlandtausch beim zuständigen Landwirtschaftsamt stellen. Für ein Ar Grünlandumbruch, muss an anderer Stelle ein Ar Grünland auf Ackerland angelegt werden. Die Ausnahme davon stellt das seit 2015 neu entstandene Grünland dar. Dafür ist keine Tauschfläche notwendig, eine Genehmigung hingegen schon. Auch für die Umwandlung von Grünland im Rahmen eines Bauvorhabens ist eine Genehmigung erforderlich.
Zurzeit ist der Wunsch der Landwirte groß, auf Gewässerrandstreifen Grünland anzulegen. Dies ist eine gute Möglichkeit, den Gewässerrandstreifen zu extensivieren, ohne dafür Ackerfläche zu verlieren. Der Streifen muss eine Breite von mindestens fünf Metern aufweisen. Da die Futtererntetechnik gewöhnlich drei Meter Arbeitsbreite hat, kann der Gewässerrandstreifen auch sechs Meter und mehr betragen.
Die beste Zeit einen Antrag zu stellen ist zwischen Sommer und Herbst. So kann der Landwirt den Zeitpunkt für die Grünlandanlage und den Umbruchstermin selbst wählen. Spätestens am 15. Mai des Folgejahres müssen die beantragten Flächen umgelegt sein. Dadurch kommt es auch zu weniger Unklarheiten beim Gemeinsamen Antrag. Eine nachträgliche Genehmigung ist nicht möglich. Bei Rückfragen steht das Landwirtschaftsamt Hohenlohekreis, Tel. 07940 18-786 oder -620 zur Verfügung.

Umbruch des Grünlands mit dem Pflug, nach vorheriger Genehmigung. Auf einer anderen Fläche wird dafür wieder Grünland angelegt. Quelle: Franz Maus (LRA Schwarzwald-Baar-Kreis)
Umbruch des Grünlands mit dem Pflug, nach vorheriger Genehmigung. Auf einer anderen Fläche wird dafür wieder Grünland angelegt. Quelle: Franz Maus (LRA Schwarzwald-Baar-Kreis)

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