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Halbseitige Sperrung der B19 bis einschließlich 29. Januar verlängert

[Artikel vom 24.01.2020]

Umfangreiche Arbeiten bei der Fels- und Hangberäumung bei Nagelsberg

 
Die ursprünglich bis 25. Januar geplante halbseitige Sperrung der B19 beim Steilhang Nagelsberg muss voraussichtlich bis einschließlich Mittwoch, 29. Januar 2020, verlängert werden. Die Arbeiten am dortigen Steilhang fallen größer aus als ursprünglich angenommen. Der Verkehr aus Künzelsau kommend in Fahrtrichtung Bad Mergentheim/Ingelfingen wird weiterhin über die L 1033 Amrichshausen – K 2302 Ohrenbach – L 1022 Hermuthausen zurück zur B 19 geführt.
 
Da sich an dieser Stelle zuletzt mehrere Steinschläge ereignet hatten, die die Verkehrssicherheit gefährdeten, hat das Straßenbauamt des Hohenlohekreises Spezialisten mit der Kontrolle und Beräumung des Steilhanges beauftragt. Um überhaupt an den schwer zugänglichen Steilhang und die kritischen Stellen der Felsbänke zu gelangen, musste der gesamte Bewuchs flächig zurückgeschnitten werden. Dazu arbeiteten mehrere mit Kletterseilen gesicherte Facharbeiter am Steilhang und legen abschnittsweise den Steilhang frei. Erst danach war es möglich, die Gefährdungslage im Detail einzuschätzen.
 
Nach Beginn der Gehölzfällarbeiten hat sich gezeigt, dass sich unter dem Bewuchs deutlich mehr Ausspülungen/Hohlräume, Felsspalten und lockeres Gestein am Steilhang befinden, als zunächst erkennbar waren. Deshalb mussten auch am oberen Bereich die gesamten Sträucher und Büsche entfernt werden, um mögliche weitere Gefährdungen (Felsspalten, lockeres Gestein und Hohlräume) entsprechend einsehen und beurteilen zu können.
Der auf den ersten Blick optisch auffällige Eingriff in den Steilhang durch den Gehölzrückschnitt wurde im Vorfeld mit dem Naturschutz abgestimmt. Aufgrund der akuten Gefährdungslage war aber eine kurzfristige Durchführung der Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Verkehrsteilnehmer auf der B 19 nicht zu vermeiden. Die örtliche Straßenmeisterei Künzelsau hatte bereits Anfang Januar im Vorgriff auf die Felsberäumung mit den Vorbereitungen und ersten Gehölzfällungen im unteren Bereich des Hanges begonnen.
 
Aufgrund der umfangreicheren Gehölzrückschnitte und der Vielzahl der auffälligen Felsspalten und losen Gesteinsbrocken werden die Sicherungsarbeiten etwas länger dauern als ursprünglich geplant. Insgesamt müssen auf einer Länge von mehr als 200 Metern die losen Fels- und Gesteinsbrocken kontrolliert entfernt und abtransportiert werden. Zur Sicherheit wurde zwischen dem Steilhang und dem fließenden Verkehr eine Prallwand aufgebaut. 
 
Ab Donnerstag, 30. Januar, werden die Restarbeiten dann in geringerem Umfang wieder mit einer mobilen Baustellenampel (beide Fahrrichtungen abwechselnd befahrbar) abgesichert fortgesetzt. Der Verkehrsfluss von Künzelsau in Richtung Bad Mergentheim und Igersheim ist dann wechselseitig durch die Baustellenampel geregelt wieder möglich.
Im Anschluss wird geprüft, ob weitere Sicherungsmaßnahmen, z.B. Steinschlagschutzzäune notwendig werden. Für diese weiteren Vorplanungen wird ein Ingenieurbüro mit hinzugezogen.
 
Hintergrund:
Der Steilhang unterhalb des Nagelsberger Schlosses wird bereits seit mehreren Jahren durch das zuständige Straßenbauamt im Hinblick auf Steinschläge genauer beobachtet.
Mitte Dezember kam es am Steilhang unterhalb des Nagelsberger Schlosses an einer der Felsbänke zu einem größeren Abbruch von lockerem Gestein aus dem Fels. Ein Großteil der Steinbrocken ist hangabwärts gerutscht und teilweise sind größere Steine auch auf der Fahrbahn aufgeschlagen. Im Jahr 2019 gab es an diesem Steilhang mehrere Steinschläge verschiedener Größenordnungen.

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