Hohenlohekreis

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Allgemeinverfügung zur Festlegung des Kreisgebietes als Sperrgebiet zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit

[Artikel vom 13.12.2018]

Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BT) in Baden-Württemberg
Hohenlohekreis liegt im Sperrgebiet / Tierhalter müssen Haltungen mitteilen

Im Rahmen des Monitorings auf Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease - BT) hat das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf am 13.12.2018 bei einem Rind aus dem Landkreis Rastatt das Virus Typ 8 der Blauzungenkrankheit festgestellt. Der Erreger der BT ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können ohne Bedenken verzehrt werden.

Ein Gebiet um den betroffenen Betrieb im Landkreis Rastatt mit einem Radius von mindestens 150 km wurde als Sperrgebiet ausgewiesen und umfasst das gesamte Land Baden-Württemberg und damit auch den Hohenlohekreis. Es reicht zudem bis in angrenzende Bundesländer (Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen) und die Nachbarstaaten Frankreich und Schweiz hinein. In dem festgelegten Restriktionsgebiet sind Verbringungsverbote für empfängliche Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen und Wildwiederkäuer) sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen anzuordnen.

Mit Erlass des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) vom 21.12.2018 wurden unterdessen die Verbringungsverbote (Kennzeichnung in angeschlossenem Entwurfstext) wie folgt konkretisiert:

1.    Verbringen von Tieren (auch zur Schlachtung) innerhalb des Sperrgebietes mit Tierhaltererklärung (Anlage), ohne Genehmigung durch das Veterinäramt möglich.
2.    Verbringen von erwachsenen, geimpften Tieren außerhalb des Sperrgebietes möglich
a) mit Impfschutz (Grundimmunisierung und Wiederholung) oder
b) mit negativer Blutuntersuchung (und Grundimmunisierung).
3.    Verbringen von Kälbern (bis 3 Monate) außerhalb des Sperrgebietes möglich mit Tierhaltererklärung (Anlage).
4.    Verbringen von erwachsenen, nicht geimpften Tieren außerhalb des Sperrgebietes nur bis 28.02.2019 möglich
a) mit negativer Blutuntersuchung und
b) Repellentbehandlung (Bestätigung durch Tierhalter auf dem Untersuchungsantrag).
5.    Verbringen von Schlachttieren außerhalb des Sperrgebietes mit Tierhaltererklärung Schlachttiere (Anlage).
6.   Verbringen von geimpften Schafen und Ziegen innerstaatlich, außerhalb des Sperrgebiets möglich:
a)    mit gültigem Impfschutz gegen BTV-8 (Grundimmunisierung und Wiederholung) und
b)    mit Tierhaltererklärung (Anlage).
Die Tierhaltererklärungen müssen die Tiere während des Transportes begleiten, am Bestimmungsort übergeben und dort mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden.

Zudem müssen die Halter von Wiederkäuern dies dem zuständigen Veterinäramt unter Mitteilung des Standortes (Stall, Weide, Triebweg) anzeigen.

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat die erforderlichen Maßnahmen mit der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung vom 13.12.2108 am Freitag, 14.12.2018 öffentlich bekannt gemacht. Auf der Homepage des Landratsamtes und www.hohenlohekreis.de > Bürgerservice > Formulare ist zudem ein Meldeformular eingestellt, welches die Halter von Wiederkäuern im Hohelohekreis dem Veterinäramt ausgefüllt zusenden müssen.

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Daneben sind auch Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuer für die BT empfänglich. Die Krankheit wird durch Stechmücken (sog. Gnitzen) übertragen. Daher tritt die BT saisonal verstärkt in der warmen Jahreszeit bei feuchtwarmem Wetter auf. Die Gnitzen fallen vor allem zwischen Abend- und Morgendämmerung Tiere im offenen Gelände an. Ein Schutz der Tiere vor diesen Vektoren ist hilfreich, kann jedoch Infektionen nicht sicher verhindern.
Es besteht die Möglichkeit, gegen die BT-Serotypen 8 und 4 vorbeugend zu impfen. „Eine wirksame Impfung schützt vor Erkrankung und ermöglicht den Handel mit Wiederkäuern“, so der Leiter des Veterinäramtes im Hohenlohekreis, Dr. Thomas Pfisterer. Er rät deshalb den Tierhaltern im Landkreis, Kontakt mit ihrem Hoftierarzt aufzunehmen und die Tiere impfen zu lassen. Die Mitarbeiter des Veterinäramtes Hohenlohekreis stehen den Tierhaltern für Fragen zur Blauzungenkrankheit unter der Rufnummer 07940 18-670 gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen über Blauzungenkrankheit und die Maßnahmen des Landes finden sich im Internet unter
http://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=5&Thema_ID=8&ID=2857&lang=DE&Pdf=No

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