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Der Biber ist wieder da

[Artikel vom 23.01.2020]

Wanderausstellung des Regierungspräsidiums Stuttgart ab 3. Februar in Krautheim

Unter dem Motto „Der Biber ist wieder da“ öffnet am Montag, 3. Februar 2020, in der Grund- und Werkrealschule Krautheim eine Biber-Wanderausstellung des Regierungspräsidiums Stuttgart. „Der Biber ist ein Allroundtalent im Wasser und auf dem Land. Er ist Spitzentaucher, Bauherr, Landschaftsarchitekt, Gestalter von neuem Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Holzfäller in einem“, schwärmt Daniel Peterhansl, Biberberater und Organisator der Ausstellung.
Die Ausstellung widmet sich dem in Baden-Württemberg vor rund 130 Jahren ausgerotteten und heute streng geschützten Tier. Das Ziel der Ausstellung ist es, nicht nur Informationen rund um den Biber zu zeigen, sondern auch mögliche Konflikte zwischen Mensch und Tier zu skizzieren und Lösungen aufzuzeigen. Durch Information und Prävention können Konflikte frühzeitig reduziert und dem Biber so genügend Freiräume gelassen werden.
„Der Biber schafft in reiner Hand und Zahnarbeit, wofür Menschen viel Technik und Geld einsetzen. Bei Flächenverfügbarkeit kann der Biber in kurzer Zeit stark begradigte Fließgewässer besser renaturieren als jede künstliche Renaturierungsmaßnahme. Hierbei bleiben allerdings Konflikte nicht immer aus“, erklärt Peterhansl.
In einigen Biberfällen war Daniel Peterhansl im vergangenen Jahr bei der Konfliktbewältigung involviert. Meistens geht es um überschwemmte Wiesen und Äcker, aber auch um zugebaute Abläufe von Regenüberlaufbecken oder gefällten Hecken und Bäumen in Gewässernähe. „Leider gab es in den vergangenen Jahren auch immer wieder verunfallte Biber, die bei Verkehrsunfällen mit Autos starben. Hier muss das Bewusstsein der Auto- und Motorradfahrer geschärft werden, denn nicht nur Reh, Fuchs, Hase und Wildschwein überqueren die Fahrbahn, sondern auch der meist nachtaktive Biber“, weiß Peterhansl.
Das Bibermanagement setzt auf Prävention und Information. „Genau hier setzt die Biber-Wanderausstellung an, sie vermittelt Wissen und gleichzeitig Verständnis für das Miteinander von Mensch und Biber“, erklärt der Biberberater.

Die Biber-Wanderausstellung zeigt in Texten und Bildern die Faszination des Tieres auf. Dazu gibt es einige Exponate zu bestaunen. Eine Vitrine zeigt Schädel von Biber, Nutria und Bisam, eine andere Vitrine ist bestückt mit Holzspänen verschiedener vom Biber benagter Baumarten. In einer weiteren großen Vitrine wird ein Biberpräparat zu sehen sein. Die Ausstellung ist von Montag, 3. Februar 2020, bis einschließlich Sonntag, 5. April 2020, zu sehen. Auch am Krautheimer Frühling wird die Ausstellung geöffnet sein.

- Ort: Grund- und Werkrealschule Krautheim im Zwischenbau (1. Stock)

- Zeit: für die Öffentlichkeit immer montags und mittwochs von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

- Unabhängig von den Öffnungszeiten gibt es Führungen für angemeldete Gruppen mit Herrn Peterhansl.

- Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss wird die Wanderausstellung von Krautheim nach Mulfingen/Buchenbach ins Herrenhaus wandern. Das Regierungspräsidium Stuttgart verleiht die Ausstellung auf Anfrage und gebührenfrei. (Anfragen bitte an bibermanagement@rps.bwl.de).

 

Hintergrund:
Für einen Zeitraum von 130 Jahren war der Biber in Baden-Württemberg ausgerottet. Inzwischen gibt es in Baden-Württemberg wieder rund 5.500 Biber. Der Biber ist vom Bundesnaturschutzgesetz sowie EU-rechtlich streng geschützt. Der Biber unterliegt nicht dem Jagdrecht und darf nicht aktiv bejagt werden. Gemäß § 44 BNatSchG ist es verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzten oder zu töten. Ebenso ist es verboten, ihre Fortpflanzungs- und Ruhestätten zu beschädigen oder zu zerstören. Hierzu zählen neben den Biberburgen auch die Dämme, welche Bestandteil ihres Lebensraumes sind. Erste Ansprechpartner bei Konflikten sind die unteren Naturschutzbehörden und die ehrenamtlichen Biberberater, die bei Bedarf durch die Bibermanager unterstützt werden.

Das Faltblatt „Bibermanagement im Regierungsbezirk Stuttgart“ ist beim Regierungspräsidium Stuttgart, über den Webshop der LUBW und in den Landratsämtern kostenlos erhältlich.
 

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