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Wasserversorgung für Mulfinger steht auf sicheren Beinen

Der HochbehĂ€lter RĂŒck ist fĂŒr die Teilorte auf der HochflĂ€che in Richtung KĂŒnzelsau ein zweites Wasserversorgungs-Standbein - Die Fallleitung soll im Sommer fertig sein.
Derzeit fĂŒhrt die Wasserversorgung NordostwĂŒrttemberg (NOW) im Auftrag der Gemeinde Mulfingen Arbeiten zur Verlegung einer Wasserleitung von der L1022 (Jagstberg-Hermuthausen) in Richtung BĂŒttelbronn/Wolfsölden aus. Diese Wasserleitung – eine Fallleitung – schließt im weiteren Verlauf an den KĂŒnzelsauer HochbehĂ€lter RĂŒck (450m ĂŒnN) an und wird fĂŒr die Teilorte Hohenrot, Seidelklingen, die Railhöfe, die Jagstberger Aussiedlungen, den Bodenhof und Jagstberg selbst ein zweites Wasserversorgungs-Standbein. Bislang werden diese Ortschaften mit Wasser aus den gemeindlichen HochbehĂ€ltern und Pumpwerken versorgt. Selbst der Seidelklinger Wasserturm liegt mit 443m ĂŒnN tiefer als der HochbehĂ€lter RĂŒck. Mit der Fertigstellung dieser Fallleitung im Sommer 2015 und dem Anschluss an die bestehende Wasserleitung Jagstberg-Seideklingen können zahlreiche gemeindliche Anlagen außer Betrieb gehen. Mulfingen erhĂ€lt dann NOW-Wasser aus den beiden Wasserwerke Bronn und Niedernhall. Die NOW machte sich bereits 2004 Gedanken, wie die Wasserversorgung fĂŒr die genannten Höheteilorte der Gemeinde Mulfingen zu verbessern sei. Ergebnis dieser Überlegungen waren drei Varianten, die der Gemeinderat in der Sitzung im November 2009 ausgiebig diskutierte. Die Verwaltung erhielt damals den Auftrag, eine Variante fĂŒr den Ausbau des HochbehĂ€lters Bodenhof und den Bau einer neuen Verbindungsleitung nach Jagstberg nĂ€her untersuchen zu lassen. Dabei sollten auch Fördermöglichkeiten mit dem Landratsamt und dem RegierungsprĂ€sidium abgesprochen werden. Nachdem die Gemeinde Dörzbach dann aber eine eigenstĂ€ndige Lösung ihrer Wasserversorgung anstrebte, mußte Mulfingen mit Ingelfingen und KĂŒnzelsau einen neuen Weg suchen um fĂŒr die Verbesserung der Wasserversorgung eine 80%ige Förderung aus Landesmitteln zu erhalten. Worin besteht nun die Verbesserung der Versorgungssituation? Die Wasserversorgung der Mulfinger Teilorte auf der HochflĂ€che war bisher immer ĂŒber zwei Standbeine abgesichert: Das erste war die Nutzung der örtlichen Brunnen und Quellen, das zweite der Anschluss an den Zweckverband Wasserversorgung NordostwĂŒrttemberg (NOW). Zahlreiche Eigenwasservorkommen mussten jedoch aufgrund mikrobiologischer Probleme stillgelegt oder einer zentralen Aufbereitung in den Wasserwerken Bronn und Niedernhall zugefĂŒhrt werden. Der Anschluss des Wasserwerks Niedernhall an den HochbehĂ€lter RĂŒck der Stadt KĂŒnzelsau und die Fallleitung vom HochbehĂ€lter RĂŒck zu den Höhenteilorten der Gemeinde Mulfingen bietet nunmehr ein sicheres zweites Standbein fĂŒr deren Wasserversorgung, da sowohl Wasser vom Wasserwerk Bronn als auch vom Wasserwerk Niedernhall den HochbehĂ€lter speisen. Alle vom HochbehĂ€lter RĂŒck versorgten Abnehmer, zu denen auch die Mulfinger Höhenteilorte gehören, sind daher doppelt abgesichert. Die derzeit im Bau befindliche neue Fallleitung vom HochbehĂ€lter RĂŒck auf die bestehende Leitung nach Jagstberg ermöglicht der Gemeinde Mulfingen, den Oberen und Unteren Railhof wieder in die eigene Versorgung aufzunehmen. Derzeit wird im Inliner-Verfahren die Leitung fĂŒr Reinwasser in die bestehende NOW-Leitung vom HochbehĂ€lter RĂŒck zum Schacht 22 bei BĂŒttelbronn gelegt. Die Fallleitung vom Übergabepunkt A 11 in Richtung HochbehĂ€lter RĂŒck liegt bereits bis nach dem Unteren Railhof. Projektleiter Franz Schweizer von der NOW schĂ€tzt, dass der Leitungsbau bis zum Sommer beendet sein wird. Mit dem Anschluss an den HochbehĂ€lter RĂŒck kann die Gemeinde Mulfingen dann sowohl auf den HochbehĂ€lter Bodenhof, als auch auf den HochbehĂ€lter Jagstberg und den Wasserturm Seidelklingen verzichten. Mit der Stilllegung dieser und weiterer Anlagen sinken die Kosten fĂŒr den Betrieb der Mulfinger Wasserversorgung. Ein direkter Vorteil fĂŒr jeden Wasserabnehmer, so BĂŒrgermeister Robert Böhnel. Die neue Fallleitung vom HochbehĂ€lter RĂŒck nach Jagstberg möchte nun auch die Gemeinde Dörzbach – wie in der ersten Konzeption der NOW schon vorgesehen - mit nutzen. Um den Teilort Hohebach mit den Weilern Heßlachshof und Eisenhutsrot anzuschließen fĂŒhrten die BĂŒrgermeister beider Gemeinden zahlreiche GesprĂ€che. Auch technische Fragen mußten in diesem Zusammenhang geklĂ€rt werden. Die Gemeinde Dörzbach will nun die fĂŒr den Anschluss erforderliche Leitung bis zum Anschlusspunkt (A 11) bauen. Eine neue Leitung braucht es zwischen Heßlachshof und Hohenrot. Die bestehende Wasserleitung ab Hohenrot bis zum Anschlusspunkt muss verstĂ€rkt werden. Im Zuge dieser Dörzbacher Arbeiten mĂŒsste sich die Gemeinde Mulfingen verpflichten, ĂŒber die neue Fallleitung Hohebach, Eisenhutsrot und Heßlachshof mit Wasser zu versorgen. Die Gemeinde Dörzbach könnte im Gegenzug, ĂŒber ihre neugebaute Leitung Hohenrot mit Wasser versorgen und mĂŒsste die Wege, in denen ihre Leitung verlĂ€uft, wieder herstellen. Knackpunkt bei den Verhandlungen hierĂŒber war der bereits kaputte Weg, der am GrĂŒngutplatz in Hohenrot vorbeifĂŒhrt. Ein guter Kompromiss fĂŒr BĂŒrgermeister Robert Böhnel, von dem beide Gemeinden profitieren, konnte nun gefunden werden. Die Entscheidungen darĂŒber treffen aber schlussendlich die GemeinderĂ€te beider Gemeinden.

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