Hohenlohekreis

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Im mittleren Jagsttal

  • Einwohner: 4 542 (Stand: 31.12.2015)
  • Fl√§che: 5 291 ha
  • N√§chste Bahnh√∂fe: Osterburken, Bad Mergentheim, M√∂ckm√ľhl
  • Orts-/Stadtteile: 9
  • H√∂henlage: 210 m bis 420 m √ľ. NN.
  • B√ľrgermeister: Andreas K√∂hler

Geschichte

Krautheimer Burg
Krautheimer Burg

Die fr√ľhesten Daten einer Besiedelung des Raumes stammen aus merowingischer Zeit (Gr√§berfunde beim Bau der Nebenbahn M√∂ckm√ľhl - D√∂rzbach). Erstmals urkundlich erw√§hnt wurde Crutheim an der Ginsbachm√ľndung, das heutige Altkrautheim im Jahre 1096.

1192 beginnt mit Wolfrad dem I. die sichere Familienfolge des Krautheimer Ortsadels. Im Jahre 1306 wurde Krautheim durch König Albrecht I. das Stadtrecht verliehen. Die erste urkundliche Erwähnung von Krautheim als "Stadt" erfolgte im Jahre 1329.

Im Jahre 1516 fand die Fehde zwischen dem Mainzer Amtmann Max Stumpf und Ritter Götz von Berlichingen, in der es zum "Schwäbischen Gruß" kommt, statt. Von ca. 1200 - 1667 sind der Johanniterorden und der Deutsche Orden in Krautheim ansässig.

1804 wird Krautheim F√ľrstentum, das jedoch in der Rheinbundakte wieder aufgel√∂st wurde. 1936 verliert die Stadt aufgrund √Ąnderung der Gemeindeordnung das Stadtrecht, welches im Jahr 1950 wieder durch das Regierungspr√§sidium Karlsruhe verliehen wurde.

Mit der Einf√ľhrung eines Mittelschulzuges an der Volksschule beginnt die schulische Entwicklung in Krautheim. Heute sind am Ort die Grund- und Hauptschule, Realschule und F√∂rderschule sowie im Stadtteil Klepsau die Andreas-Fr√∂hlich-Schule, eine Schule f√ľr mehrfach behinderte Kinder.

Nach dem II. Weltkrieg setzt eine rege Bautätigkeit ein. Verschiedene Baugebiete und Gewerbegebiete werden erschlossen.

Wirtschaft

Krautheim ist zusammen mit Dörzbach ein Doppel-Unterzentrum und kann am Hauptort selbst ca. 1.300 teilweise hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten.

Gro√üe Unternehmen am Ort sind die Fa. Dometic-Seitz im Wohnmobil- und Wohnwagenressort, die Fa. R√ľdinger -ein Logistikunternehmen-, die Fa. W√∂hrle -ein Autozulieferbetrieb-; die Fa. SBH -Sonderabfallbehandlung- und der Bundesverband Selbsthilfe K√∂rperbehinderter (BSK) mit einem Wohnzentrum f√ľr Menschen mit Behinderungen und einer Werkst√§tte f√ľr Behinderte.

Verkehrsm√§√üig ist Krautheim in den S√ľden √ľber die L 515 in das Kochertal und die BAB 6, AS Kupferzell angebunden; und in den Norden √ľber die L 513 √ľber Assamstadt an den Autobahnzubringer von Bad Mergentheim zur AS Boxberg BAB 81. Die West-Ost-Achse hin zur B 19 (W√ľrzburg - Ulm) bildet die L 1025, die Jagsttalstra√üe. Neueste Entwicklung ist ein Interkommunales Gewerbegebiet, zusammen mit D√∂rzbach.

Sehensw√ľrdigkeiten und Besonderheiten

Krautheimer Kuharsch
Krautheimer Kuharsch

Von der abwechslungsreichen Geschichte Krautheims zeugt die aus der Stauferzeit stammende Burg mit dem Bergfried, der Burgkapelle und dem Burgmuseum. In der Burgkapelle sollen von 1239 bis 1246 die Reichskleinodien aufbewahrt gewesen sein.

An die Geburtsstunde des "Schwäbischen Grußes" erinnert heute noch ein Gedenkstein am "Tatort". Höchst informativ ist das 2006 neugestaltete Johannitermuseum im Johanniterhaus, das die Geschichte des einst in Krautheim sesshaften Ordens zeigt.

Im alten Stadtgebiet in Krautheim-Berg sind noch zahlreiche historische Gebäude erhalten, unter anderem das alte Rathaus aus dem Jahr 1569, das Stadttor und Teile der Stadtmauer. Daneben befinden sich in Krautheim und seinen Teilorten zahlreiche sehenswerte Kirchen, Kapellen und Lourdes-Grotten sowie verschiedene Fachwerkbauten wie die alte Vogtei im Stadtteil Klepsau.

Wer sich f√ľr die Sch√∂nheiten der Natur interessiert, f√ľr den lohnt sich die Besichtigung des sogenannten "Kuharsches" einer Sinterquelle direkt an der L1025 zwischen Krautheim und Klepsau sowie des Naturschutzgebietes "Im See" bei Neunstetten, das vielen Wasserv√∂geln als Brutst√§tte dient und von vielen Zugv√∂geln als Zwischenstation auf ihrer Reise nach S√ľden bzw. Norden genutzt wird.

Feste und Kultur

Statue von Götz von Berlichingen
Statue von Götz von Berlichingen

Zahlreiche traditionelle Feste sind Bestandteil des öffentlichen Lebens.

Besonders ist dies die Krautheimer Herbstmesse, die bereits seit 1948 stattfindet, der Krautheimer Fr√ľhling, eine Veranstaltung des √∂rtlichen Gewerbes, das Burgfest und das Weinfest im Stadtteil Klepsau. Des Weiteren finden in jedem Jahr zahlreiche Feste der √∂rtlichen Vereine statt.