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Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung

Dr. Thomas Pfisterer
Dr. Thomas Pfisterer

Amtsleitung:
Dr. Thomas Pfisterer

Landratsamt Hohenlohekreis
Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung
Schlossstraße 3
74635 Kupferzell
Tel.: 07940 18-670
Fax: 07940 18-682
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag
14:00 Uhr bis 17:30 Uhr

In Notfällen erreichen Sie uns unter:
Tel.: 07940 18-670 Anrufweiterleitung auf Diensthandy

Allgemeinverfügung zur Festlegung des Kreisgebietes als Sperrgebiet zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit

Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BT) in Baden-Württemberg
Hohenlohekreis liegt im Sperrgebiet / Tierhalter müssen Haltungen mitteilen

Im Rahmen des Monitorings auf Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease - BT) hat das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf am 13.12.2018 bei einem Rind aus dem Landkreis Rastatt das Virus Typ 8 der Blauzungenkrankheit festgestellt. Der Erreger der BT ist für den Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können ohne Bedenken verzehrt werden.

Ein Gebiet um den betroffenen Betrieb im Landkreis Rastatt mit einem Radius von mindestens 150 km wurde als Sperrgebiet ausgewiesen und umfasst das gesamte Land Baden-Württemberg und damit auch den Hohenlohekreis. Es reicht zudem bis in angrenzende Bundesländer (Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen) und die Nachbarstaaten Frankreich und Schweiz hinein. In dem festgelegten Restriktionsgebiet sind Verbringungsverbote für empfängliche Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen und Wildwiederkäuer) sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen anzuordnen.

Mit Erlass des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) vom 21.12.2018 wurden unterdessen die Verbringungsverbote (Kennzeichnung in angeschlossenem Entwurfstext) wie folgt konkretisiert:

1.    Verbringen von Tieren (auch zur Schlachtung) innerhalb des Sperrgebietes mit Tierhaltererklärung (Anlage), ohne Genehmigung durch das Veterinäramt möglich.
2.    Verbringen von erwachsenen, geimpften Tieren außerhalb des Sperrgebietes möglich
a) mit Impfschutz (Grundimmunisierung und Wiederholung) oder
b) mit negativer Blutuntersuchung (und Grundimmunisierung).
3.    Verbringen von Kälbern (bis 3 Monate) außerhalb des Sperrgebietes möglich mit Tierhaltererklärung (Anlage).
4.    Verbringen von erwachsenen, nicht geimpften Tieren außerhalb des Sperrgebietes nur bis 28.02.2019 möglich
a) mit negativer Blutuntersuchung und
b) Repellentbehandlung (Bestätigung durch Tierhalter auf dem Untersuchungsantrag).
5.    Verbringen von Schlachttieren außerhalb des Sperrgebietes mit Tierhaltererklärung Schlachttiere (Anlage).
6.   Verbringen von geimpften Schafen und Ziegen innerstaatlich, außerhalb des Sperrgebiets möglich:
a)    mit gültigem Impfschutz gegen BTV-8 (Grundimmunisierung und Wiederholung) und
b)    mit Tierhaltererklärung (Anlage).
Die Tierhaltererklärungen müssen die Tiere während des Transportes begleiten, am Bestimmungsort übergeben und dort mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden.

Zudem müssen die Halter von Wiederkäuern dies dem zuständigen Veterinäramt unter Mitteilung des Standortes (Stall, Weide, Triebweg) anzeigen.

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat die erforderlichen Maßnahmen mit der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung vom 13.12.2108 am Freitag, 14.12.2018 öffentlich bekannt gemacht. Auf der Homepage des Landratsamtes und www.hohenlohekreis.de > Bürgerservice > Formulare ist zudem ein Meldeformular eingestellt, welches die Halter von Wiederkäuern im Hohelohekreis dem Veterinäramt ausgefüllt zusenden müssen.

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Daneben sind auch Ziegen, Neuweltkameliden und Wildwiederkäuer für die BT empfänglich. Die Krankheit wird durch Stechmücken (sog. Gnitzen) übertragen. Daher tritt die BT saisonal verstärkt in der warmen Jahreszeit bei feuchtwarmem Wetter auf. Die Gnitzen fallen vor allem zwischen Abend- und Morgendämmerung Tiere im offenen Gelände an. Ein Schutz der Tiere vor diesen Vektoren ist hilfreich, kann jedoch Infektionen nicht sicher verhindern.
Es besteht die Möglichkeit, gegen die BT-Serotypen 8 und 4 vorbeugend zu impfen. „Eine wirksame Impfung schützt vor Erkrankung und ermöglicht den Handel mit Wiederkäuern“, so der Leiter des Veterinäramtes im Hohenlohekreis, Dr. Thomas Pfisterer. Er rät deshalb den Tierhaltern im Landkreis, Kontakt mit ihrem Hoftierarzt aufzunehmen und die Tiere impfen zu lassen. Die Mitarbeiter des Veterinäramtes Hohenlohekreis stehen den Tierhaltern für Fragen zur Blauzungenkrankheit unter der Rufnummer 07940 18-670 gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen über Blauzungenkrankheit und die Maßnahmen des Landes finden sich im Internet unter
http://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=5&Thema_ID=8&ID=2857&lang=DE&Pdf=No

Aufgaben

Verbraucherschutz vom Stall bis auf den Teller
Lebensmittelüberwachung
Tiergesundheit

Das Veterinäramt nimmt die klassischen Aufgaben der Veterinärverwaltung wie Tierseuchenbekämpfung und Tierschutz, aber auch die Aufgaben der Lebensmittelüberwachung und des Verbraucherschutzes im Hohenlohekreis war. 

Im Hohenlohekreis werden in ca. 2200 Betrieben landwirtschaftliche Nutztiere (Rinder, Schweine, Pferde, Schafe, Ziegen, Hühner, Puten und Tauben) gehalten.

Das Veterinäramt ist verantwortlich für die Überwachung dieser Tierhaltungen im Hinblick auf Hygiene- und Tierschutzvorschriften, Seuchenvorbeugung und Arzneimitteleinsatz bis hin zur sachgerechten Tierkörperbeseitigung. Schon im Baugenehmigungsverfahren ist das Veterinäramt beteiligt.

Aber auch Tiertransporte, Viehhändler, Reitbetriebe, Heimtierzuchten, Tiergehege, Tierbörsen, Zoos, Zirkusse und Zoohandlungen unterliegen der Kontrolle des Veterinäramtes.

Wird der Verdacht auf schlechte Haltung oder Tierquälerei angezeigt, werden selbst private Tierhaltungen und Wohnungen überprüft. Den Veterinärbeamten ist ein entsprechendes Betretungsrecht vorbehalten.

Für Tiere besonders gefährliche oder für die Landwirtschaft sehr verlustreiche Tierkrankheiten wie Schweine- und Geflügelpest oder IBR können nur durch übergreifende staatliche Maßnahmen erfolgreich bekämpft werden. Ist die Region seuchenfrei, wird dies vom Veterinäramt weiter überwacht und in Gesundheitszeugnissen garantiert.

Nur so sind der EU- bzw. weltweite Handel mit tierischen Erzeugnissen (Fleisch, Milch, Eier, Leder, Federn u.s.w.) und Lebensmitteln, der ungestörte Reiseverkehr, ev. in Begleitung des Haustieres, und Viehhandel möglich.

Immer wichtiger ist in den letzten Jahren die Zoonosenbekämpfung geworden. Zoonosen sind vom Tier auf den Menschen (und umgekehrt) direkt oder über tierische Produkte übertragbare Krankheiten (z.B. Tollwut, Salmonellen etc.).

Die Amtstierärzte, Lebensmittelkontrolleure und Mitarbeiter der Verwaltung sorgen sich also mit vorbeugenden und eingreifenden Maßnahmen nicht nur um den Tierschutz und die Gesundheit der Tiere im Kreis, sondern auch um die Gesundheit der Menschen, die vor verdorbenen Lebensmitteln bewahrt, vor durch Lebensmittel übertragene Krankheiten und vor Täuschung geschützt werden sollen.

Das Veterinäramt ist Anlaufstelle sämtlicher Verbraucherbeschwerden.

Der gesamte Verkehr mit Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft, sowie sämtlicher Bedarfsgegenstände (Gegenstände, die mit Lebensmitteln oder mit dem menschlichen Körper direkt in Kontakt kommen können, z.B. Besteck, Kleidung etc.) wird überwacht. Dies bedeutet, dass ca. 4000 Lebensmittelbetriebe im Hohenlohekreis risikoorientiert kontrolliert werden müssen.

Von im Umlauf befindlichen Lebensmitteln, Erzeugnissen und Waren werden regelmäßig Proben genommen und an die staatlichen Untersuchungsämter überstellt, ebenso bei Beschwerden oder bei Ermittlungen zu Erkrankungsfällen.

Zu Lebensmittelbetrieben zählen neben den Erzeugern, handwerkliche Herstellungsbetriebe (z. B. Bäcker, Metzger, Käsereien) aber auch Großküchen, Gaststätten, Imbissbetriebe, Supermärkte, Einzelhandel, Hofläden und Marktstände.

Für die Aufgaben an den Schlachthöfen mit teilweise weltweitem Warenumsatz sind amtliche Tierärzte und amtliche Fachassistenten zuständig.


Ansprechpartner

Sekretariat:
Tel.: 07940 18-670

Amtsleiter:
Dr. Thomas Pfisterer

Amtstierärzte
Dr. Carmen Schöneck (stellv. Amtsleiterin)
Tel.: 07940 18-684

Dr. Mariana Peer
Tel.: 07940 18-675

Michael Lutz
Tel.: 07940 18-686

Melanie Schölzel Marques
Tel.: 07940 18-672

Dr. Maike Braun
Tel.: 07940 18-690

Martina Geyer
Tel.: 07940 18-678

Lebensmittelkontrolleure:
Stefan Abele
Tel.: 07940 18-785

Michael Barthel
Tel.: 07940 18-676

Christian Ott 
Tel.: 07940 18-674

Michael Renninger
Tel.: 07940 18-677

Michael Streeb 
Tel.: 07940 18-679

Veterinärhygienekontrolleure:

Jenny Pantzartzis
Te.: 07940 18-688

Friedrich Dümmler
Tel.: 07940 18-603

Verwaltung:
Margarete Edelmann
Tel.: 07940 18-673

Sina Nodes
Tel.: 07940 18-827

Marita Vogtmann
Tel.: 07940 18-667

Anja Koschny
Tel.: 07940 18-668

Anton Klemt
Tel.: 07940 18-670

Angelika Schlesinger
Tel.: 07940 18-681

Weitere Informationen

Städte und Gemeinden

Informationen zu den Städten und Gemeinden im Hohenlohekreis finden Sie hier.

Formulare und Merkblätter

Die Formulare und Merkblätter unserer Ämter finden Sie unter der "Rubrik Formulare"