Amphibienretter am Straßenrand

Ehrenamtliche schützen Frösche, Kröten und Molche im Hohenlohekreis

Mit Beginn der Amphibienwanderung sichern über 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an 14 Straßenabschnitten im Hohenlohekreis jährlich rund 8.000 Amphibien – unterstützt durch Schutzzäune und temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Zwischen Februar und April begeben sich Amphibien auf ihre Wanderung zu den Laichgewässern. Dabei wählen sie oft den direkten Weg – der häufig über befahrene Straßen führt. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen droht ihnen große Gefahr: Fahrzeuge können die Amphibien überfahren; zudem können sie unter das Fahrzeug geraten und durch den entstehenden Unterdruck schwere innere Verletzungen erleiden.

Deshalb lässt das Landratsamt Hohenlohekreis entlang besonders gefährdeter Straßen Amphibienzäune aufstellen, die verhindern, dass die Tiere auf die Fahrbahn gelangen. Damit die Amphibien ihre Wanderung trotzdem fortsetzen können, werden sie von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern eingesammelt. Die Amphibienretter laufen vor allem abends – an manchen Strecken auch morgens – die Zäune ab, sammeln die Tiere behutsam ein und bringen sie in Eimern sicher auf die andere Straßenseite.

Gerettet werden vor allem Erdkröten, Grasfrösche sowie verschiedene Molcharten wie Teich-, Kamm-, und Bergmolche. Aber auch seltenere Arten wie Feuersalamander oder Laubfrösche tauchen immer wieder auf. Insgesamt gelangen so jedes Jahr rund 8.000 Tiere sicher ans Ziel.

Zum Schutz der Helferinnen und Helfer gelten an den Sammelstrecken zeitlich begrenzte Geschwindigkeitsbegrenzungen. Während der Einsätze werden die Schilder entsprechend angepasst – nach Beendigung der Arbeiten gilt wieder die reguläre Höchstgeschwindigkeit. Das Landratsamt Hohenlohekreis bittet alle Verkehrsteilnehmenden, in diesen Bereichen besonders vorsichtig zu fahren.

 Um bei der Betreuung der Amphibienstrecken mitzuhelfen, können sich Interessierte per E-Mail an naturschutz@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-1871 an die untere Naturschutzbehörde wenden. Jede helfende Hand trägt dazu bei, dass die Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern gelangen und geschützt durch die Saison kommen.