Praxis-Kurs „Sanierung von Weinbergtrockenmauern“ am 6. und 7. Mai 2026 in Ingelfingen

Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis e. V. als Partner vor Ort

Terrassierte Weinbaulagen mit Trockenmauern prägen das unverwechselbare Landschaftsbild Baden-Württembergs.

Um dieses ökologisch wertvolle Kulturgut zu schützen, bietet die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg (LVG) gemeinsam mit Martin Bücheler, Garten- und Landschaftsbau Stuttgart, und dem Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis e. V. als Partner vor Ort einen 2-tägigen Praxiskurs zur Sanierung von Weinbergtrockenmauern an.

Die Landesregierung unterstützt den Erhalt von Weinberglagen und Trockenmauern durch verschiedene Fördermöglichkeiten, die finanzielle Anreize mit praktischen Anleitungen für Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter verbinden. Am Mittwoch, 6. Mai 2026, und Donnerstag, 7. Mai 2026, erlernen 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einer theoretischen Einführung unter Anleitung erfahrener Feldmaurer, wie sanierungsbedürftige und teilweise eingefallene Weinbergtrockenmauern wiederaufgebaut werden.

Die Kurse der LVG Heidelberg finden landesweit in nahezu allen Weinbauregionen Baden-Württembergs statt und sind modular aufgebaut. Von der Vermittlung von Grundlagen (Modul 1) über Aufbaukenntnisse und Fertigkeiten (Modul 2) bis zu den besonderen Anforderungen der Mauerecken (Modul 3) wird jeder Schwierigkeitsgrad abgedeckt. Die Teilnahme an den Kursen kostet 380 Euro. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unterstützt die Kurse finanziell.

Alle Bewirtschaftenden von Weinbergen, Garten- und Landschaftsbauer sowie andere Trockenmauer-Interessierte sind eingeladen, sich für den Kurs anzumelden. Eine Anmeldung ist ab sofort unter www.lvg-heidelberg.de (Schule und Lehrgänge – Fortbildung – Kurse „Sanierung von Weinbergtrockenmauern) möglich. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der LVG Heidelberg, Diebsweg 2, 69123 Heidelberg, per E-Mail an poststelle@lvg.bwl.de.

Hintergrund:
Trockenmauern werden – wie der Name verrät – trocken, also ohne Mörtel und Beton und meist aus landschaftstypischem Gestein aufgesetzt. Die dadurch entstehenden Extremstandorte mit heißen, trockenen, schattigen und feuchten Plätzen auf engstem Raum bieten hochangepassten Pflanzen und Tieren einen wichtigen Lebensraum. Die fachgerechte Sanierung sichert sowohl das Kulturgut als auch die Biodiversität der Weinberglagen.