Partnerlandkreise treffen sich in Brüssel zum europäischen Austausch

Hohenlohekreis, Limerick und Kędzierzyn-Koźle vertiefen ihre Zusammenarbeit

Im Rahmen einer gemeinsamen Informationsfahrt kamen vom 4. bis 6. Mai 2026 die Delegationen des Hohenlohekreis, der City and County of Limerick aus Irland sowie des Landkreis Kędzierzyn-Koźle aus Polen in Brüssel zusammen. 

Im Mittelpunkt standen die länderübergreifende Zusammenarbeit, kommunale Interessen auf europäischer Ebene sowie der persönliche Austausch zwischen den Partnerlandkreisen.

Zum Auftakt besuchte die Delegation des Hohenlohekreises das Europabüro der baden-württembergischen Kommunen. Im Austausch mit Jan Molzberger, Leiter des Europabüros der baden-württembergischen Kommunen, erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Vertretung kommunaler Interessen auf europäischer Ebene. Zudem wurden aktuelle politische Entwicklungen in der Europäischen Union und deren Auswirkungen auf die baden-württembergischen Kommunen thematisiert. Am Abend stand das erste gemeinsame Treffen der Partnerlandkreise im Mittelpunkt. Beim gemeinsamen Abendessen kamen die Delegationen aus Deutschland, Irland und Polen erstmals in großer Runde zusammen und vertieften ihre partnerschaftlichen Beziehungen. Der Austausch machte deutlich, wie wichtig kommunale Partnerschaften für ein gemeinsames europäisches Verständnis und den europäischen Dialog auf kommunaler Ebene sind.

Am zweiten Tag besuchten die drei Partnerlandkreise die Ständige Vertretung Irlands bei der Europäischen Union. Dort erhielten sie Einblicke in die politischen Schwerpunkte Irlands im Vorfeld der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2026. Zudem wurde die Arbeitsweise der Ständigen Vertretung erläutert und die Bedeutung europäischer Entscheidungen für ländliche Regionen sowie kommunale Ebenen hervorgehoben.

Am Vormittag setzten die Delegationen ihr Programm im Europabüro der baden-württembergischen Kommunen fort. Im Austausch mit Jessica Baier, Projektleiterin für Städtepartnerschaften beim Rat der Gemeinden und Regionen Europas (CEMR), erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über Aufbau und Arbeitsweise der Organisation. Im Mittelpunkt standen zudem die Bedeutung kommunaler Partnerschaften für die europäische Zusammenarbeit sowie aktuelle Projekte und Fördermöglichkeiten in diesem Bereich.

Im Anschluss besuchten die Delegationen die Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union. Dort informierten sich die Teilnehmenden über die Arbeitsweise der Landesvertretung sowie die Rolle Baden-Württembergs auf europäischer Ebene. Im Rahmen eines Austauschs mit Jonathan Koch, Referent für das Staatsministerium Baden-Württemberg in der Landesvertretung Baden-Württemberg, wurden zudem die europapolitischen Schwerpunkte des Landes, die Kooperation mit Nachbarländern und weiteren europäischen Partnern sowie die strategischen Ziele der Landesregierung in Europa erläutert.

Auch eine Führung durch das Europäische Parlament durfte im Rahmen des Brüssel-Besuchs nicht fehlen. Ein Austausch mit Peter Stuckmann, Leiter des Referats „Politik der elektronischen Kommunikation, Umsetzung und Durchsetzung“ in der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (GD Connect), bot darüber hinaus zusätzliche Einblicke in ein weiteres zentrales Themenfeld. Dabei standen der Glasfaserausbau in Deutschland, die EU-Gesetzgebung zu digitalen Netzen sowie die strategischen Prioritäten der Europäischen Kommission im digitalen Netzbereich im Fokus.  

Am Mittwoch fand der gemeinsame Abschluss der drei Partnerlandkreise statt. Dabei herrschte Einigkeit über die große Bedeutung des länderübergreifenden Austauschs und der weiteren Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Landrat Ian Schölzel betont: „Unsere langjährigen Partnerschaften sind ein wichtiger Baustein für den Austausch über Ländergrenzen hinweg und stärken das gegenseitige Verständnis in Europa für unsere Kommunen.“

Eine Gruppe vor Personen steht und sitzt vor einer hohen braunen Holzwand. In der Mitte sind die Flaggen von Baden-Württemberg, Deutschland und der Europäischen Union aufgestellt.
Partnerlandkreise treffen sich in Brüssel zum europäischen Austausch.   
Foto: LRA Hohenlohekreis