Bundesweiter Warntag am 10. September 2026
Gemeinsame Aktion von Bund, Ländern und Kommunen zur Erprobung von Warnkanälen
Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der Bundesweite Warntag statt.
Um 11 Uhr löst die Nationale Warnzentrale eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem des Bundes aus. Dabei werden verschiedene Kanäle erprobt, mit denen die Menschen in Deutschland vor Gefahren gewarnt werden können – von Radio und Fernsehen über Warn-Apps und Sirenen bis hin zum Mobilfunkdienst Cell Broadcast. Bei der Probewarnung besteht keine Gefahr und kein Handlungsbedarf. Gegen 11.45 Uhr erfolgt die Entwarnung.
Der Bundesweite Warntag findet seit 2020 jährlich statt. Er verfolgt zwei wesentliche Ziele: Zum einen wird die technische Warninfrastruktur unter realistischen Bedingungen erprobt. Zum anderen soll die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnwegen und deren Bedeutung vertraut gemacht werden. Im Ernstfall können die Behörden beispielsweise vor Unwettern, Hochwasser, Großbränden, Gefahrstoffaustritten, Krankheitserregern, Stromausfällen oder anderen erheblichen Gefahren warnen.
„Eine verlässliche Warnung kann im Ernstfall Leben schützen. Dafür brauchen wir mehrere Warnwege, die sich sinnvoll ergänzen. Der Warntag überprüft die Technik und macht die Abläufe für die Bevölkerung vertrauter. Entscheidend ist, dass die Menschen Warnsignale richtig einordnen und wissen, wo sie verlässliche Informationen erhalten“, erklärt der Erste Landesbeamte Marco Hess.
Getestet wird die gesamte Warnkette – von der Auslösung der Probewarnung bis zum Empfang auf Smartphones und anderen Endgeräten. Dabei können technische Schwachstellen oder Verzögerungen erkannt, ausgewertet und anschließend behoben werden. „Der Probealarm muss mögliche Schwachstellen sichtbar machen. Nur wenn wir die Warnwege regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen testen, können wir sie weiter verbessern und im Ernstfall schnell und zuverlässig einsetzen“, betont Kreisbrandmeister Torsten Rönisch.
Zum bundesweiten Warnmix gehören insbesondere Radio und Fernsehen, Internetangebote, Warn-Apps sowie Cell Broadcast. Bei Cell Broadcast wird die Warnmeldung unmittelbar an empfangsbereite Mobiltelefone in einem bestimmten Gebiet gesendet. Eine vorherige Anmeldung oder die Installation einer App ist nicht erforderlich. Das Gerät muss eingeschaltet sein, Mobilfunkempfang haben und darf sich nicht im Flugmodus befinden. Da Cell-Broadcast-Meldungen auf höchstens 500 Zeichen begrenzt sind, können sie nur kurze Informationen und Handlungsempfehlungen übermitteln. Der Hohenlohekreis empfiehlt deshalb, zusätzlich die Warn-App NINA zu installieren. Sie bietet ausführlichere Hinweise und kann für den Wohnort, den Arbeitsplatz oder den aktuellen Standort eingerichtet werden. „Cell Broadcast hat einen starken Weckeffekt und erreicht sehr viele Menschen unmittelbar. Für genauere Informationen bleibt die Warn-App NINA jedoch unverzichtbar. Dort können die Bürgerinnen und Bürger nachlesen, welche Gefahr besteht, welches Gebiet betroffen ist und wie sie sich konkret verhalten sollen“, so Rönisch.
Weitere Informationen zum Bundesweiten Warntag sowie zu den Warnmitteln NINA und Cell Broadcast stehen den Bürgerinnen und Bürgern unter www.bbk.bund.de sowie www.bundesweiter-warntag.de zur Verfügung.
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