HNV warnt vor Finanzierungslücke und steigenden Kosten
ÖPNV: Mehr als Mobilität
Bus und Bahn sind für die Region Heilbronn-Hohenlohe-Hall längst mehr als ein Verkehrsmittel, sie sind ein wirtschaftlicher Standortfaktor, dessen Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung oft unterschätzt wird.
Das machte der Heilbronner Hohenloher-Haller-Nahverkehr (HNV) heute bei einem Pressegespräch im Rathaus Heilbronn deutlich. Zugleich wächst die Kluft zwischen steigenden Kosten und Einnahmen: Erhalt und Ausbau des ÖPNV-Angebots geraten unter finanziellen Druck.
Seit Jahren steigen die Kosten im ÖPNV kontinuierlich. Getrieben von Preisentwicklungen bei Personal, Energie und Kraftstoffen sowie bei Infrastruktur- und Fahrzeuginvestitionen. Zwischen 2018 und 2025 summierte sich die Kostensteigerung auf 46,38 Prozent. Die Mehrkosten für Antriebswende und barrierefreien Ausbau der Haltestellen sind darin noch nicht berücksichtigt.
Durch Pauschalpreisangebote wie das Deutschlandticket und das D-Ticket JugendBW kann der HNV die Tarife nur noch für rund 22 Prozent der Fahrgeldeinnahmen selbst festlegen. Die Ausgleichszahlungen von Bund und Land sind in ihrer Wirkung gedeckelt, sodass die Kostenentwicklung nicht vollständig in den Erlösen abgebildet wird. Da die Verantwortung für Kosten und Erlöse nicht in einer Hand liegt, bleibt den Aufgabenträgern häufig nur die Wahl zwischen zusätzlichen eigenen Mitteln oder Angebotskürzungen.
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Weitere Einblicke aus dem Pressegespräch und den Hintergründen bietet der Beitrag des L-TV. Landesfernsehens.