Pflegestützpunkt Hohenlohekreis
Der Pflegestützpunkt bietet allen Rat- und Hilfesuchenden eine kostenlose und neutrale Beratung zu Fragen im Vor- und Umfeld der Pflege und Beratung rund um das Thema Wohnen im Alter. Die Beraterinnen und Berater übernehmen dabei die Funktion eines Lotsen und arbeiten mit Trägern von Hilfs- und Unterstützungsangeboten zusammen. Sie bündeln eine Vielzahl an Informationen und Hilfen bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Die Mitarbeitenden informieren zu Leistungen der Pflegeversicherung und anderen finanziellen Hilfen.
Im Einzelfall koordinieren und unterstützen sie Sie bei der Organisation der Hilfen. Sie unterliegen der Schweigepflicht. Die Entscheidung über Hilfsangebote trifft der Ratsuchende. Die Leistungen des Pflegestützpunkts sind auch in einem Flyer (PDF | 19.1 MB) dargestellt. In einer Übersicht (PDF | 192 KB) erhalten Sie alle zugelassenen vollstationären Alten- und Pflegeheime sowie eine Zusammenstellung (PDF | 142 KB) der zugelassenen Tagespflegeeinrichtungen im Hohenlohekreis mit den jeweiligen Kontaktdaten.
Pflegestützpunkt Hohenlohekreis warnt vor Betrugsversuchen
Aktuell liegen Hinweise auf betrügerische Telefonanrufe vor, bei denen die Anrufer Bürgerinnen und Bürger telefonisch kontaktieren und sich dabei fälschlicherweise als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten ausgeben. Ziel dieser Täuschung ist es, Vertrauen zu erschleichen, an persönliche Daten zu gelangen oder Betroffene zu unnötigen oder kostenpflichtigen Leistungen zu bewegen.
Die Pflegestützpunkte weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen. Sie beraten Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und sind ausschließlich auf Initiative der Ratsuchenden tätig. Hausbesuche finden nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger, transparenter Terminvereinbarung statt. Zudem fordern Mitarbeitende der Pflegestützpunkte niemals dazu auf, kostenpflichtige Verträge abzuschließen.
Weitere Informationen zu den Vorfällen finden Sie hier.
Informationen zu Demenz
Demenz beginnt oft unbemerkt und stellt Betroffene sowie Angehörige vor große Herausforderungen. Ein Name entfällt, ein Weg wird plötzlich fremd, ein noch so kleiner Moment sorgt für große Unsicherheit: Demenz verändert schrittweise den Alltag von Betroffenen und ihren Angehörigen – und gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Verständnis, Geduld und Unterstützung. Das Thema Demenz braucht Aufmerksamkeit – überall dort, wo Menschen zusammenleben, arbeiten oder sich begegnen. Je besser die Gesellschaft informiert ist, desto leichter lassen sich die Anforderungen des Alltags bewältigen – für Betroffene ebenso wie für ihr Umfeld.
Daher hat die Caritas Heilbronn-Hohenlohe gemeinsam mit dem Hohenlohekreis und dessen Pflegestützpunkt Anfang 2025 das Netzwerk Demenz Hohenlohekreis initiiert. Ziel des Netzwerks ist es, den Austausch zwischen allen Akteuren zu fördern, die sich im Hohenlohekreis mit dem Thema Demenz beschäftigen. Darüber hinaus sollen bestehende Angebote für Menschen mit Demenz besser aufeinander abgestimmt und bekannter gemacht werden. Ein weiteres Anliegen ist es, die Öffentlichkeit umfassend über das Thema Demenz zu informieren.
Weitere Informationen zu Demenz finden Sie im Infoportal Demenz der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Vorsorgemappe für den Hohenlohekreis
Der Kreisseniorenrat im Hohenlohekreis hat mit tatkräftiger Unterstützung der Mitarbeiterinnen des Sozial- und Versorgungsamtes, der Betreuungsbehörde, des Betreuungsverein im Hohenlohekreis e. V., des Pflegestützpunktes Hohenlohekreis und der Altenhilfefachberatung im Landratsamt eine Vorsorgemappe für den Hohenlohekreis (PDF | 1.8 MB) herausgegeben.
Sie trägt den Titel "Selbstbestimmt vorsorgen" und enthält Formulare zur Erstellung einer Vorsorgevollmacht (PDF | 79 KB), einer Betreuungsverfügung (PDF | 48 KB) sowie einer Patientenverfügung (PDF | 67 KB).
Damit bietet sie Hilfestellungen, die es dem Nutzer ermöglichen, den persönlichen Willen und eigene Vorstellungen für den Fall einer schweren Erkrankung oder die letzte Lebensphase zu formulieren und umzusetzen. Die Mappe greift vielfältige Themen auf, vom Umgang mit persönlichen Daten im Internet bis hin zu Auskünften, die für Angehörige in einem Sterbefall wichtig sein können. Außerdem bietet sie reichlich Platz für die Formulierung eigener Wünsche und Präferenzen.
Landrat Dr. Matthias Neth wies bei der Vorstellung der Mappe darauf hin, wie wichtig die private Vorsorge für den Einzelnen ist: „Wenn Sie nicht möchten, dass fremde Menschen für Sie entscheiden, dann sollten Sie für den Fall der eigenen Hilfsbedürftigkeit vorsorgen und sich der Unterstützung von Menschen aus ihrem Umfeld versichern, denen Sie voll und ganz vertrauen.“
Die Vorsorgemappe ist beim Landratsamt Hohenlohekreis sowie beim Kreisseniorenrat Hohenlohekreis erhältlich. Den Mappen liegt ein Spendenvordruck bei, damit der Nachdruck weiterer Auflagen zukünftig finanziert werden kann.
