EHEC-/STEC-Infektionen im Hohenlohekreis nehmen zu
Gesundheitsamt informiert über Ansteckungswege, Symptome und Schutzmaßnahmen
Die Zahl der EHEC-/STEC-Infektionen im Hohenlohekreis ist gestiegen.
Während im Jahr 2024 vier und im Jahr 2025 sieben Fälle registriert wurden, waren es 2026 bereits 17 Fälle. Auffällig ist, dass in diesem Jahr besonders viele Reiserückkehrer betroffen sind. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises nimmt dies zum Anlass, über die Erkrankung und mögliche Schutzmaßnahmen zu informieren.
EHEC-/STEC-Bakterien sind bestimmte Darmbakterien, die Giftstoffe bilden und Durchfallerkrankungen auslösen können. Die Übertragung erfolgt meist durch die Aufnahme kleinster Mengen von Kotspuren über den Mund. Dies kann beispielsweise beim Kontakt mit Wiederkäuern auf Bauernhöfen oder in Streichelzoos, durch verunreinigte Lebensmittel oder von Mensch zu Mensch über Schmierinfektionen geschehen. Mögliche Infektionsquellen sind unter anderem Rohmilch, nicht ausreichend erhitztes Fleisch, Rohwurstwaren sowie ungewaschene Salate, Gemüse und Sprossen.
Erste Beschwerden treten meist zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung auf. Typisch sind wässriger Durchfall, starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Auch Fieber ist möglich. Besonders bei Kindern kann eine Infektion schwer verlaufen und in seltenen Fällen zu einer akuten Schädigung der Nieren führen.
Um sich und andere zu schützen, empfiehlt das Gesundheitsamt, die Hände nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach Tierkontakt gründlich mit Seife zu waschen. Fleisch sollte vollständig durchgegart, auf Rohmilch und Rohmilchprodukte möglichst verzichtet sowie Obst, Gemüse und Salat vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Auch eine sorgfältige Küchenhygiene ist wichtig.
Bei anhaltendem oder blutigem Durchfall sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Besonders bei Kindern ist es wichtig, Beschwerden ernst zu nehmen.
Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises empfiehlt, die empfohlenen Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten und auf einen sorgfältigen Umgang mit Lebensmitteln zu achten. Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Infektionsrisiko deutlich reduzieren.
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