Besuch bei Schotter- und Splittwerke Paul Kleinknecht in Kupferzell
Rohstoffversorgung, Recycling und regionales Engagement im Mittelpunkt des Austauschs
Landrat Ian Schölzel und der Erste Landesbeamte Marco Hess haben am Dienstag, 20. Oktober 2026, die Schotter- und Splittwerke Paul Kleinknecht in Kupferzell besucht.
Geschäftsführer Martin Weiß stellte den Betrieb vor und informierte über aktuelle Vorhaben, die Entwicklung des Unternehmens und die damit verbundenen Herausforderungen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die langfristige Sicherung der Rohstoffversorgung, die Wiederverwertung mineralischer Baustoffe sowie das gemeinnützige Engagement der Paul-Kleinknecht-Stiftung.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die geplante Erweiterung des Steinbruchs Rüblingen. Heimische Rohstoffe wie Schotter und Splitt sind wichtige Ausgangsmaterialien für den Wohnungsbau sowie den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur. Gleichzeitig müssen bei der Entwicklung von Abbaustandorten die Interessen der Anwohner und die Belange des Natur- und Umweltschutzes berücksichtigt werden. „Unsere Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Versorgung der Region. Gleichzeitig müssen wir den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Belange der Menschen vor Ort im Blick behalten“, sagte Landrat Schölzel.
Ein weiteres Thema war die Aufbereitung und Wiederverwertung von Böden und mineralischen Baustoffen. Durch die erneute Nutzung geeigneter Materialien können natürliche Rohstoffvorkommen geschont und Deponiekapazitäten entlastet werden. Dafür sind praxistaugliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Nutzung geeigneter Recyclingbaustoffe von Bedeutung. Auch die besondere Eigentümerstruktur des Unternehmens wurde vorgestellt. Angelika Kleinknecht hat ihre Unternehmensanteile in die Paul-Kleinknecht-Stiftung eingebracht. Damit ist die langfristige Fortführung des Unternehmens mit gemeinnützigem Engagement in der Region verbunden. Die Stiftung fördert insbesondere Bildungsprojekte für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus unterstützt sie Projekte in den Bereichen Umwelt, Kunst und Kultur.
Der Unternehmensbesuch bot Gelegenheit, Einblicke in die betriebliche Praxis zu gewinnen und aktuelle Anliegen des Unternehmens zu erörtern. Dabei wurde deutlich, wie eng wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltiger Ressourceneinsatz und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden sind.
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
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