Landesweite Sensibilisierungskampagne „Digital ist real“ gestartet
Landratsamt Hohenlohekreis informiert über Kampagne der Polizei Baden-Württemberg
Soziale Netzwerke, Messenger und Online-Spiele gehören zum Alltag junger Menschen. Gleichzeitig bergen sie Risiken wie Cybergrooming, Cybermobbing und Betrugsversuche.
Die Polizei Baden-Württemberg startete im Oktober 2026 deshalb eine landesweite Sensibilisierungskampagne, um auf Gefahren im digitalen Raum aufmerksam zu machen und junge Menschen für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu stärken. Das Landratsamt des Hohenlohekreises nimmt die Kampagne zum Anlass, auf die Bedeutung von Medienkompetenz und Prävention vor Ort hinzuweisen.
Landrat Ian Schölzel unterstreicht die Bedeutung der Medienkompetenz bei jungen Menschen. Die Aktion „Digital ist real“ sensibilisiert Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben für Gefahren wie Cybergrooming, Betrugsmaschen und Deepfakes. Schwerpunkt ist das Thema Cybergrooming, bei dem Erwachsene gezielt Kontakt zu Minderjährigen aufnehmen, um deren Vertrauen zu gewinnen und sie auszunutzen. Auch Betrugsmaschen und Deepfakes, also manipulierte Bilder oder Videos, zeigen, wie wichtig ein kritischer Umgang mit digitalen Inhalten ist.
Kinder und Jugendliche sollten lernen, verdächtige Kontakte zu erkennen, persönliche Daten zu schützen und eigene Grenzen zu setzen. Ebenso wichtig ist es, dass sie wissen, an wen sie sich bei unangenehmen oder bedrohlichen Situationen wenden können. Die Inhalte werden in unterschiedlichen Formaten zielgruppengerecht vermittelt. Die Kampagne greift quartalsweise wechselnde Themen rund um Gefahren im digitalen Raum auf.
Auch im Hohenlohekreis ist die Förderung von Medienkompetenz ein wichtiges Thema. Das Kreismedienzentrum bietet Anknüpfungspunkte für Medienbildung sowie Jugendmedienschutz und unterstützt Bildungseinrichtungen bei der pädagogischen Arbeit mit digitalen Medien. Informationen zu den Angeboten gibt es unter www.kmz-hok.de/kinderundjugendmedienschutz.
Mit „Digital ist real“ wird deutlich: Was im Internet geschieht, kann reale Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist es, junge Menschen nicht nur über Risiken aufzuklären, sondern sie darin zu bestärken, digitale Angebote selbstbewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen.
Weitere Informationen zur Kampagne „Digital ist real“ und zu Präventionsangeboten der Polizei Baden-Württemberg gibt es unter https://praevention.polizei-bw.de.
Foto: Marco Verch