Traumberuf Straßenwärter
Wenn der Berufswunsch zur Wirklichkeit wird
Vor 15 Jahren schrieb Maximilian Stier als Schüler über seinen Traumberuf Straßenwärter.
Heute ist dieser Berufswunsch längst Realität: Als Straßenmeister der Straßenmeisterei Künzelsau-Amrichshausen des Landratsamtes Hohenlohekreis trägt der 28-Jährige aus Forchtenberg inzwischen selbst Verantwortung dafür, dass die Straßen sicher und gut befahrbar bleiben.
„Mein Leben in 15 Jahren“ – so lautete 2011 das Thema des Schülerwettbewerbs im Rahmen des Jugendprojekts ZISCH der Heilbronner Stimme, an dem Maximilian Stier als Siebtklässler der Geschwister-Scholl-Schule in Forchtenberg teilnahm. Sein Beitrag hatte einen klaren Fokus: Straßenwärter werden. Schon damals wusste er genau, was ihn an diesem Beruf reizen würde: Arbeiten im Freien, abwechslungsreiche Aufgaben und der Umgang mit großen Maschinen. Und natürlich der ganz besondere Wunsch, einmal selbst einen Unimog zu fahren. Der damalige Beitrag aus der Schülerzeitung sollte sich später bemerkenswert genau mit seinem tatsächlichen Berufsweg decken.
Auf diese Vorstellung folgten schließlich konkrete Schritte. Von 2013 bis 2016 absolvierte Maximilian Stier beim Landratsamt Hohenlohekreis seine Ausbildung zum Straßenwärter und war anschließend fünf Jahre in diesem Beruf tätig. Dabei lernte er die vielfältigen Aufgaben des Straßenwärters von Grund auf kennen: Winterdienst, Grünpflege, regelmäßige Kontrollfahrten und kleinere Reparaturen gehörten ebenso dazu wie Einsätze bei Straßensperrungen und Umleitungen oder die Betreuung von Ampelanlagen. Gearbeitet wird bei jedem Wetter und mit unterschiedlichsten Fahrzeugen und Maschinen. Darunter war auch der Unimog, mit dem Maximilian Stier bereits als Straßenwärter regelmäßig im Hohenlohekreis unterwegs war.
2021 bis 2023 folgte schließlich die Weiterbildung zum Straßenmeister. Seit 1. Februar 2024 ist er stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei Künzelsau-Amrichshausen. Als Straßenmeister koordiniert er die Arbeiten der Straßenwärter und sorgt damit gemeinsam mit rund 30 Kolleginnen und Kollegen dafür, dass die Straßen im Straßenmeisterei-Bezirk Amrichshausen sicher und gut befahrbar bleiben.
Die Straßenmeisterei Künzelsau-Amrichshausen ist zusammen mit dem Stützpunkt Krautheim dabei für ein rund 364 Kilometer langes Bundes-, Landes- und Kreisstraßennetz im Hohenlohekreis zuständig. Für die vielfältigen Aufgaben stehen unter anderem drei Unimogs und zwei Lkw zur Verfügung. Die Arbeiten auf den Straßen werden von drei Kolonnen übernommen. Unterstützt werden sie durch drei Streckenfahrer sowie einen Straßenwärter, der als sogenannter ZBV (Zur besonderen Verwendung) eingesetzt wird. Dieser führt unter anderem Brücken- und Bauwerkskontrollen durch. Über die eigene Straßenmeisterei hinaus arbeitet das Team auch eng und standortübergreifend mit der Straßenmeisterei am Standort Öhringen zusammen.
„Meinen Traumberuf gefunden zu haben, bedeutet mir viel. Als Siebtklässler war das damals noch eine bloße Idee davon, wie mein Berufsleben einmal aussehen könnte. Dass sich dieser Wunsch tatsächlich erfüllt hat, hätte ich damals wohl selbst kaum erwartet. Die Begeisterung für meinen Beruf macht ihn für mich auch heute noch zu etwas Besonderem.“
Was vor 15 Jahren die Zukunftsvision eines Siebtklässlers war, ist heute Realität: Aus dem Traumberuf Straßenwärter wurde ein Berufsweg beim Landratsamt Hohenlohekreis – und schließlich der nächste Schritt zum Straßenmeister. Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf als Straßenwärter (m/w/d) finden Interessierte auf der Karriereseite des Hohenlohekreises unter: https://karriere.hohenlohekreis.de.
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis